
Kalibrierung für die Industrie: Auf Nummer sicher gehen: Das bedeutet in produzierenden Betrieben mit kalibrierten Werkstücken oder Messgeräten und Normalen zu arbeiten – nur so ist ein Maximum an Qualität und ein Minimum an Ausschuss gesichert. Zugleich ist die Kalibrierung ein wichtiger Baustein beim Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001:2008 sowie der Produkthaftung. Die Kalibrierung übernehmen Labore der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) in dem auch der Deutsche Kalibrierdienst (DKD) integriert ist. Eine Reportage aus dem DAkkS/DKD-Labor des Längenmess-Spezialisten Mahr in Göttingen.
Angenehme 20 Grad Celsius herrschen im DAkkS/DKD-Labor von Mahr – konstant, 365 Tage im Jahr. Es ist ruhig. Der Teppich auf dem Boden dämpft Geräusche. Der Göttinger Mess-Speziallist hat hier im Erdgeschoss auf schwingungsisoliertem Fundament einen Längenmesstechnikpark eingerichtet: Hier stehen modernste Mahr-Messsysteme wie der Formtester MFU 800, das MarSurf XR 20 mit GD 25 , das Messuhr- und Feinzeigerprüfgerät Optimar oder die Konturmesseinrichtung MarSurf XCR mit LD 120 – alles „state of the art“ der präzisen Längenmessung. An der Wand hängt die Akkreditierung der Deutschen Akkreditierungsstelle DAkkS; in der Luft liegt die Atmosphäre einer hoheitlichen Institution. Alle Unternehmen, die hier ihre Messgeräte überprüfen, ihre Normale vermessen oder Werkstücke kalibrieren lassen, erhalten objektive Messergebnisse und einen Kalibrierschein – egal ob für Pumpenteile aus der Automobilindustrie, Keramik-Hüftgelenke, optische Linsen oder Elektroden.
In der industriellen Fertigung gibt es viele Arbeitsteilungen - in Zulieferer und die Endproduzenten. Doch damit beginnt auch schon die Herausforderung. Damit die angelieferten Einzelteile ein qualitativ hochwertiges Endprodukt ergeben, müssen sie von ihren Abmessungen und der Oberflächen- und Formbeschaffenheit 100-prozentig aufeinander abgestimmt sein und zusammen passen. Das DAkkS/DKD-Labor von Mahr ist durch seine Highend-Messgeräte und der Qualifizierung der Mitarbeiter akkreditiert für Radien, Abstände, Winkel, Rundheit, Geradheit, Parallelität,
Zylinderform, Profiltiefe und Rautiefe. Hier beraten die Messspezialisten die Mitarbeiter von Fertigungsbetrieben und sprechen mit ihnen die Messergebnisse durch. Auch per Post gelangen Werkstücke und kundeneigene Normale zum Kalibrieren ins Labor. „Die Kernkompetenz von Mahr sind Längenmessungen im Mikro- und Nanometerbereich“, so Christoph Müller, Leiter des DAkkS/DKD-Labors von Mahr in Göttingen. „Der aktuelle Trend ist, dass Werkzeuge genauer, Bauteile kleiner werden und Flächen exakter bearbeitet sind. Mahr hat seine Messsysteme in den letzten Jahren entsprechend weiterentwickelt.“
Fertigungsbetriebe, die bei Mahr ihre Werkstücke kalibrieren lassen, haben gleich mehrere Vorteile: Sie sichern und dokumentieren ihre Qualität, können ihre Maschinen jederzeit anhand der Vergleichswerte justieren und kalibrieren und schaffen zugleich die Voraussetzungen für eine Zertifizierung ihres Qualitätsmanagements nach DIN ISO 9001:2008. Damit sparen sie auch gleich mehrfach Kosten, so Laborleiter Christoph Müller: „Durch eine konsequente Kalibrierung und Rückführung der Messergebnisse wird Ausschuss deutlich reduziert. Regelmäßige Rekalibrierungen sind immer wesentlich günstiger als eine verworfene, schlecht gefertigte Charge. Zudem gibt die Kalibrierung die Sicherheit, den Auftrag z.B. als Zulieferer zu erhalten und zukunftsorientiert zu arbeiten“
Kontakt: Mahr GmbH Göttingen, DAkkS/DKD-Labor
Carl- Mahr- Str. 1, 37073 Göttingen, Tel.: 0551-7073-416, Fax: -416, DKD@mahr.de
Blick in das DAkkS/DKD-Labor von Mahr.