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Presseinfo: Mahr unterstützt HAWK mit Messmaschine

Alien Gödecke und Mario Krieger studieren Präzisionsmaschinenbau im vierten Semester. Sie bereiten einen Versuch mit einer Testwelle von Mahr vor. | Know-how-Transfer zwischen Hochschule und Mahr, bereits viele Messergebnisse und Abschlussarbeiten Im Jahr 2010 hat der Applikationsspezialist Mahr den Feinmessraum der HAWK (Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), Fakultät Naturwissenschaften und Technik) in Göttingen mit dem modernen optischen Wellenmessplatz „MarShaft Scope“ ausgestattet. Jetzt ging die MarShaft Scope 750 vollständig in das Eigentum der HAWK über. Damit setzt Mahr den Know-how-Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fort. „Der Wellenmessplatz bot in den letzten zwei Jahren bereits vielen Studentinnen und Studenten Gelegenheit für praxisnahe Messversuche, aus denen auch Themen für Bachelor-Arbeiten hervorgegangen waren“, berichtet Prof. Dr.-Ing. Jens Kirchhoff von der HAWK in Göttingen anlässlich der formellen Eigentumsübergabe der Anlage von Mahr durch Produktmanager Thomas Köhler. Die MarShaft Scope 750 erfasst rotationssymmetrische Werkstücke wie Achsen und Wellen mit Hilfe optischer Messtechnik vollautomatisch und misst nach Angaben des Produktmanagers sekundenschnell und sehr präzise: „Die Methoden und Abläufe sind dieselben wie im richtigen Arbeitsleben“. Dank der Auswertesoftware werden die hochgenauen Messergebnisse auch für komplizierte Aufgaben leicht erfasst und in einem Protokollblatt übersichtlich dokumentiert. Die CNC-Programmierung an einem zweiten maschinenfernen Programmierplatz bietet zudem den Vorteil, dass sich die Studentinnen und Studenten in simulierten Messversuchen, beispielsweise an Hand einer Nockenwelle, noch besser auf den praktischen Versuch vorbereiten können. „Der Praxisbezug ist für den Studiengang Präzisionsmaschinenbau und erfolgreiches Lernen sehr wichtig und das Salz in der Suppe der Theorie“, erläutert Kirchhoff die Bedeutung der Unterstützung durch örtliche oder überregionale Industrieunternehmen. „Mahr vergibt regelmäßig Forschungsaufträge, die die jungen Menschen binnen eines halben Jahres im Rahmen einer Abschlussarbeit erfüllen können. Bisher kamen immer sehr qualifizierte und an unseren Produkten verwertbare Ergebnisse heraus“, ergänzt Köhler und bestätigt die intensive Zusammenarbeit zwischen der HAWK und Mahr auf vielen Gebieten. "Diese befähige die Absolventinnen und Absolventen zudem, dass sie nach dem Studium sehr schnell beruflich Fuß fassen", so Kirchhoff und Köhler einhellig. |
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Presseinfo: Videos zeigen moderne Qualitätssicherung

Qualitätssicherung direkt in der Fertigung mit Messtechnik von Mahr | Praxis live: Mahr bietet online Applikations-Videos zu Messlösungen in verschiedenen Branchen Vier neue Applikations-Videos zeigen die Möglichkeiten, die moderne Messtechnik bei der Qualitätssicherung bietet. Gezeigt wird die gesamte Bandbreite von Mahr: optische und taktile Messlösungen für Fertigung und Messraum in verschiedenen Branchen. Wie funktioniert moderne Qualitätssicherung in Fertigungsbetrieben? In seinen vier neuen Applikations-Videos zeigt der Applikationsspezialist Mahr, welche große Rolle heutzutage moderne Messtechnik spielt. Die Filme bieten einen hilfreichen Überblick über die Möglichkeiten mit Messtechnik die Fertigungsqualität zu steigern und Produktionsprozesse und -kosten zu optimieren. Applikations-Video Medizintechnik: Das Video zeigt anschaulich wie Knieendoprothesen auf Rauheit und Kontur überprüft werden oder wie die Geometrie einer Knochenschraube optisch gemessen wird. Zu sehen ist auch wie unterschiedliche Messaufgaben an einer Hüftgelenkendoprothese pneumatisch, optisch und taktil gelöst werden. 
Applikations-Video für die Automobilindustrie: Gezeigt wird die Form-Überprüfung bei einer Getriebewelle, Oberflächenmessungen an Zahnstange und Pleuel, die Kontrolle der Verzahnung in einem Synchronring und die sekundenschnelle optische Messung von Ventilen. 
Applikations-Video für den Maschinenbau: Typische Messaufgaben im Maschinenbau werden vorgestellt: Rauheitsmessung an einem Zahnrad, optische und taktile Messung von Wellen, Längenmessung einer Kalibrierwelle oder Überprüfung von Messuhren. 
Applikations-Video für Fertigungsnahes Messen: Hier ist die Überprüfung von Werkzeugen zu sehen, ein extrem schnell arbeitender CNC-Messplatz für Oberflächenmesstechnik oder die optische Vermessung einer Welle. 
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Kurbelwellen optisch und taktil komplett messen

Komplette Vermessung einer Kurbelwelle: MarShaft MAN von Mahr (Foto: Mahr)
Kurbelwellenmessplatz MarShaft MAN vereint taktile und optische Messtechnik, Matrixkamera misst Merkmale in wenigen Sekunden Kurbelwellen können ab sofort noch schneller und umfangreicher auf ihre Fertigungsqualität überprüft werden. Der Wellenmessplatz MarShaft MAN des Applikationsspezialisten Mahr bietet jetzt neben einer taktilen Messung auch einen optischen Sensor. Damit können Geometriemerkmale sekundenschnell gemessen werden, die taktil nicht erfassbar sind. Für die Qualitätssicherung von Kurbelwellen hat eine neue Ära begonnen. Der bewährte Kurbelwellenmessplatz MarShaft MAN von Mahr verfügt ab sofort neben dem taktilen Taster auch über eine Matrix-Kamera. Fertigungsbetriebe können so sämtliche relevanten Merkmale an Kurbelwellen bis 220 mm Durchmesser in einer Aufspannung schnell und präzise erfassen. Die Matrix-Kamera ermöglicht in Verbindung mit der Auswertesoftware das Vermessen von Geometrieelementen, die bisher mit den berührenden Messtastern nicht angetastet bzw. ausgewertet werden konnten. Jetzt können auch Einstich, Fase, Radius, Gerade sowie der Schnittpunkt Gerade-Gerade zuverlässig überprüft werden. Bei der optischen Messung wird die Prüfkontur im Schattenbildverfahren auf dem Kamerachip abgebildet und per Live-Bild im Monitor groß dargestellt. Um mehr Geschwindigkeit bei der Qualitätssicherung zu erreichen, wertet eine Schnellmessfunktion gleichzeitig und sekundenschnell gleich mehrere Merkmalergebnisse aus. Die Mahr-Maschine ist für den direkten Einsatz in der Fertigungslinie konzipiert und lässt sich ohne messtechnische Kenntnisse einfach bedienen. Der Werker steuert die Maschine über Icons am Messrechner MarCheck. Er lässt die Kamera zum Messort fahren, per Knopfdruck lässt er sich das Kamerabild am großen Monitor anzeigen, sieht sofort die Messergebnisse und kann sie per Knopfdruck dokumentieren. Neben dem Kurbelwellenmessplatz bietet Mahr die MarShaft MAN auch für Getriebe- und Nockenwellen.
Presseinfo: Neue Messuhren-Generation mit Funksystem

Innovativ: Mahr-Messuhr mit Reference-System und integriertem Funksystem | Mahr Messuhren mit Reference-System und Funksystem für den schnellen und unkomplizierten Einsatz in der Qualitätssicherung Eine neue Generation von Messuhren bietet deutlich mehr Messkomfort. Der Applikationsspezialist Mahr hat jetzt Messuhren auf den Markt gebracht, die dank dem patentierten Reference-System nicht mehr aufwendig auf Null gesetzt werden müssen und Daten per Funk zum Rechner senden. Das bedeutet für die Praxis: schnelleres Messen, mehr Bewegungsfreiheit und bequemere Dokumentation der Messdaten. Die Messuhren von Mahr starten in eine neue Ära: Der Applikationsspezialist hat sein Messuhren-Sortiment „MarCator“ mit modernster Technologie weiterentwickelt. Ab sofort sind viele Messuhren mit dem patentierten Reference-System ausgestattet. Dieses innovative System vereinfacht das Messen in der Praxis deutlich. Denn der Nutzer braucht die Nullposition nur einmal zu setzen und speichert sie dabei für die weiteren Messungen. Dadurch wird die Qualitätssicherung beschleunigt: Die Messuhr ist sofort nach Drücken der ON-Taste oder durch Bewegen des Messbolzens messbereit. Gleichzeitig führt Mahr bei Messuhren das integrierte Funksystem i-wi (Integrated Wireless) ein. Es gibt dem Nutzer deutlich mehr Bewegungsfreiheit. So wird er z. B. beim Messen auf oder an der Maschine oder bei großen Werkstücken nicht mehr durch ein Kabel behindert, sondern kann sich frei bewegen. Die Funkverbindung vereinfacht zudem die Erfassung und Dokumentation von Messdaten. Sie werden von der Messuhr auf einen i-Stick gesendet, der wie ein kleiner Memory-Stick im USB-Eingang des Rechners steckt. Durch das Funksystem werden Messdaten direkt und automatisch in MS-Excel oder in jedes Windows-Programm integriert. Mit dem i-wi-System lassen sich bis zu 8 Messuhren pro i-Stick-Empfänger anschließen. Der Sender ist direkt in die Messuhr integriert, arbeitet energieeffizient und benötigt keine separate Batterie. |
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Knochenschrauben messen
Knochenschraube im Messplatz.
Knochenschrauben sind komplexe Werkstücke. Die Fertigungsqualität ist durch Normen vorgegeben. Um die Qualität dieser in der Osteosynthese benötigten Schrauben zu sichern und zu steigern, bietet Mahr jetzt das optische Messsystem MarShaft Scope 350. Der Messplatz misst mit Hilfe einer Matrixkamera und Livebild innerhalb weniger Sekunden die relevanten Parameter und bietet einen automatisierten Messablauf. Lesen Sie einen Beitrag über die moderne Qualitätssicherung von Knochenschrauben.
Knochenbrüche sind in der Chirurgie Normalität – bei Rippen, Hüftgelenken genauso wie bei den Gliedmaßen. In der Osteosynthese, also der operativen Versorgung von Knochenverletzungen mit Implantaten, gehören Knochenschrauben zum Alltag. Dabei werden drei Schraubentypen unterschieden: Kortikalisschrauben, Spongiosaschrauben (mit Teilgewinde oder mit durchgehendem Gewinde) sowie Malleolarschrauben. Ihr Metall entspricht stets ASTM F543 oder ISO 6475.
Reklamationen und Ausschuss vermeiden So einfach diese recht kleinen Schrauben auf den ersten Blick aussehen, so komplex und herausfordernd ist doch ihre Produktion. Denn die Fertigungsbetriebe müssen dabei die beiden Normen für Knochenschrauben DIN 58810 und ISO 5835/1 beachten – konkret: bei Knochenschrauben sind enge Toleranzen zu beachten. Zur Sicherung der Qualität der Werkstücke setzen Fertigungsbetriebe z.T. noch auf eine überholte Methode: Die Schrauben werden dabei mit Profilprojektoren aufwendig gemessen. Diese Qualitätskontrolle nimmt viel Zeit und Arbeitskräfte in Anspruch, fördert Fehler durch Bedienereinfluss und mindert damit die Qualität der Produktion. Der Applikationsspezialist Mahr bietet mit MarShaft Scope 350 jetzt ein modernes Messverfahren und Messsystem, dass die Qualität von Knochenschrauben zuverlässig sichert. So werden von Anfang an teure Reklamationen sowie Ausschuss vermieden – wodurch sich das Messsystem schon zeitnah amortisiert.
Anspruchsvolle Messaufgaben An den Knochenschrauben sind anspruchsvolle Messaufgaben zu lösen. So muss präzise die kleine Gewindetiefe HA und die große Gewindetiefe HB gemessen werden. Zugleich gilt es, Gewindesteigung, Radien sowie spitzseitige oder kopfseitige Flankenwinkel exakt zu überprüfen. Weiterhin sind Außen- und Kerndurchmesser, die Gewindespitze, der Schraubenkopf und die Gesamtlänge der Schraube zuverlässig zu erfassen.
Messung innerhalb von 60 Sekunden Das optische Messsystem MarShaft Scope ist genau für diese Messaufgaben ausgerichtet. Dabei ist die Bedienung denkbar einfach: Die Knochenschraube wird eingespannt, das Messprogramm am Auswerterechner per Touch-Screen-Monitor gestartet und die automatisierte Messung läuft in weniger als 60 Sekunden ab – objektiv, reproduzierbar und ohne Einfluss des Bedieners. Das innovative Messverfahren ist zur Stichprobenmessung genauso geeignet, wie zur 100-Prozent-Kontrolle. Dabei kann der Messplatz direkt in der rauen Umgebung der Fertigung stehen - selbst leichte Erschütterungen und schwankende Temperaturen beeinflussen die Messgenauigkeit nicht.
Messplatz MarShaft Scope 350.
Hochauflösende Matrixkamera Zentraler Sensor im Messsystem ist eine hochauflösende Matrixkamera mit telezentrischer Optik und einem Kamerabild von 8 x 8 mm. Sie erfasst die Geometrie der Schraube im Livebild und stellt sie am Monitor dar. Das System erlaubt es, das Werkstück komplett zu drehen. So werden Maximum- und Minimumausdehnungen erkannt. Selbst Taumelfehler werden bei der Messung ausgeglichen. Die Messgenauigkeit liegt bei unter 2 µm. Die Matrixkamera erlaubt ein Abfotografieren des Livebildes der Knochenschraube und damit eine gute Dokumentation. Protokolle werden am Ende der Messung erstellt.
Als global agierendes Unternehmen bietet Mahr weltweit anwendungstechnische Unterstützung. Der in Medizintechnik erfahrene Applikationsspezialist begleitet die Produzenten von Knochenschrauben bis zur optimalen messtechnischen Lösung ihrer Werkstücke.
Presseinfo: Kombinierte Konturen- und Rauheitsmessung

Neuer Standard bei kombinierter Konturen- und Rauheitsmessung: MarSurf LD 260 von Mahr | Hochgenaue Messplätze MarSurf LD 130/LD 260 – großes Messvolumen, innovatives Tastsystem, enorme Zeitersparnis Für kombinierte Konturen- und Rauheitsmessungen hat der Applikationsspezialist Mahr die neuen Highend-Messplätze MarSurf LD 130 und LD 260 entwickelt. Hervorragend sind die hohen Mess- und Positioniergeschwindigkeiten sowie die innovative Tastsystemtechnologie. Die Messplätze bieten ein großes Messvolumen, lange Messstrecken und großen Messhub. Anwender profitieren von der Messgenauigkeit im Nanometerbereich und sparen durch die Messgeschwindigkeiten deutlich Zeit. Messaufgaben erfordern in vielen Branchen immer häufiger die Kombination von Kontur- und Rautiefenbestimmungen. Dafür müssen Messgeräte enorme messtechnische Leistungen aufzeigen: Auflösungen im Sub-Nanometerbereich sowie Restwerte von < 20 nm Rz sind nur einige der erforderlichen Randbedingungen. Hier setzt Mahr mit den neuen Messgeräten MarSurf LD 130 und LD 260 neue Standards – und knüpft an die erfolgreiche Produktlinie des Spitzenprodukts MarSurf LD 120 an. Beide Messplätze verfügen über die bewährten und Erfolg bringenden Vorteile des MarSurf LD 120: beispielsweise magnetische Tastarmhalterung, automatische Tastarmwechseleinrichtung, dynamische Messkraftregelung zwischen 0,5 mN bis 30 mN sowie die Produktübergreifende marktführende Software-Plattform MarWin. Die beiden neuen Messplätze zeichnen sich zusätzlich durch bedeutende Erweiterungen aus, die enorme Verbesserungspotenziale im Messraum, in der Fertigung, und im automatischen CNC-Messablauf aufzeigen. So können jetzt Rauheit und Kontur in einem Zug erfasst werden. Hohe Messgeschwindigkeit von 10 mm/s und eine Positioniergeschwindigkeit von 200 mm/s minimieren die Messzeiten – Je nach Messaufgabe können Zeiteinsparungen über 50% erreicht werden. Die Taster im bionischen Design und aus neuen Materialien sorgen für höhere Steifigkeit, geringeres Schwingverhalten und höhere Dynamik. Dank der magnetischen Halterung und Chiptechnologie können sie schnell und sicher getauscht werden – bei gleichzeitiger Tastarmerkennung. Anwender der Messsysteme profitieren vom Zeitgewinn in der Qualitätssicherung und können dadurch deutlich mehr Werkstücke überprüfen. Weiterhin sind durch das große Messvolumen jetzt Messaufgaben lösbar, die bisher nicht messbar waren. Dank der Messgenauigkeit wird sich zugleich die Fertigungsqualität steigern und auf hohem Niveau langfristig erhalten bleiben. |
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Messunsicherheit praktisch gesehen
Das Thema Messgenauigkeit – oder korrekt: „Messunsicherheit“ – hat viele Facetten. Drei Fragen sollen hier exemplarisch beleuchtet werden: · Welche rechtlichen Voraussetzungen sind zu beachten? · Können Messabweichungen vermieden werden? · Was kann man tun, wenn Messabweichungen nicht ausgeschlossen werden können? Welche rechtlichen Voraussetzungen sind zu beachten? Kein Autofahrer würde oder müsste einen Bußgeldbescheid akzeptieren, auf dem die Messunsicherheit nicht ausgewiesen und nicht von der gemessenen Geschwindigkeit abgezogen worden wäre. Denn in Deutschland gilt der allgemeine Rechtsgrundsatz: Wer etwas will – die Polizei hier zum Beispiel Geld vom Autofahrer – ist beweispflichtig, sonst hat seine Forderung vor Gericht keinen Bestand. Und dieser Beweis muss eindeutig und zweifelsfrei sein. Ohne Kenntnis der Messunsicherheit darf jeder Messwert angezweifelt werden. Insofern beschreibt Teil 1 der internationalen Norm DIN EN ISO 14253 nichts anderes als die allgemein gültige Rechtslage, wenn verlangt wird, dass Lieferanten die von der technischen Zeichnung vorgegebenen Toleranzen um die Messunsicherheit verkleinern und Abnehmer dieselben Toleranzen entsprechend erweitern müssen, bevor sie Teile ausliefern, bzw. reklamieren dürfen. Prüflinge, deren Messwerte zu dicht an den Toleranzgrenzen liegen, sind weder gut noch schlecht, sie sind ganz einfach unentscheidbar und dürfen von Rechts wegen weder ausgeliefert noch reklamiert werden: 
Aber wer kennt schon die Messunsicherheiten all seiner betrieblichen Messprozesse? Der Wunsch nach voller Toleranzausnutzung wird normalerweise wichtiger genommen als das normkonforme Bestimmen von Messunsicherheiten. Daher wird in der Regel vor allen Dingen nach Antworten auf die folgende Frage gesucht: Können Messabweichungen vermieden werden? 
Beispiel: Zu prüfen ist der Durchmesser eines dünnwandigen ringförmigen Bauteils. Die Messung findet unter Normbedingungen statt, Temperatureinflüsse können vernachlässigt werden. Problematisch ist die Messkraft: Dünnwandige Werkstücke wie zum Beispiel Wälzlagerringe sind hochanspruchsvoll. Überprüft ein Messtechniker in der Qualitätskontrolle den Innen- oder Außendurchmesser eines Lagers auf einer Längenmessmaschine, kann das Lager sich schon bei geringen Messkräften verformen. Außendurchmesser werden dadurch zu klein, Innendurchmesser zu groß gemessen. Messen mit Messkraft 0 Für den im Bild dargestellten Präzisionslängenmessplatz Precimar PLM 600-2 wurde ein Messverfahren entwickelt, bei dem die Messkraft auf 0 Newton (N) heruntergerechnet wird: Selbstverständlich kann eine mechanisch antastende Längenmessmaschine nicht messkraftfrei messen. Wenn die Messmaschine aber mit der Möglichkeit ausgestattet ist, in einem vorgegebenen Ablauf die Messkraft automatisch gezielt zu verändern und gleichzeitig die zugehörigen Längenmaße des Messobjektes zuverlässig zu erfassen, lassen sich auf diese Weise dessen elastische Eigenschaften ermitteln. Die Kenntnis der elastischen Eigenschaften des Messobjektes wiederum kann dazu dienen, die im unbelasteten, messkraftfreien Zustand des Messobjektes gegebene Länge zu berechnen. Nach Antastung des Lagers wird von der Messmaschine zunächst eine Messkraft von 1,2 N erzeugt und der zugehörige Messwert erfasst. Anschließend wird die Messkraft automatisch und für den Bediener nicht wahrnehmbar in 0,02 N Schritten von 1,2 N auf 0,8 N reduziert. Durch rechnerisches Weiterführen der im Messversuch ermittelten Abhängigkeit zwischen Prüfdurchmesser und Messkraft können die im (kraft-)freien Zustand gültigen Innen- oder Außendurchmesser des Messobjektes sicher ermittelt werden. Dieses Verfahren wird vorrangig für die Messung dünnwandiger (elastischer) Messobjekte empfohlen, die durch endliche Messkräfte verformt und damit fehlerhaft gemessen werden würden. Weitere Strategien, mit denen ungenaues Messen vermieden werden kann Die oben beispielhaft beschriebene Lösung zur Vermeidung von Messabweichungen ist zugegebenermaßen recht speziell. Allgemeiner sind die nachfolgenden Vorschläge: · Wiederholmessungen zum Eliminieren zufälliger Messabweichungen · Unabhängige Vergleichsmessungen (Messraum!) und Substitutionsmessungen zum Bestimmen und Vermeiden systematischer Abweichungen · Einhalten des Komparatorprinzips bei anzeigenden Messgeräten · Einhalten des Taylorschen Grundsatzes bei Lehren · Temperieren aller Prüfteile und Messmittel · Sauberkeit (Reinigen, Entmagnetisieren…) · Mitarbeiterschulung · Automatisieren von Messprozessen · Direkter Nachweis der Bauteilfunktion · … 
Problem: Das Bauteil muss mitspielen 
Die Grenzen der Messtechnik und der konventionellen Managementmethoden im Bereich der industriellen Qualitätssicherung sind unter anderem dann erreicht, wenn die Bauteile so groß werden, dass: · Größe und Gewicht der Prüfteile die Auswahl der messtechnischen Hilfsmittel auf konventionelle Messmittel beschränkt (manuelle messende Lehren anstelle von stationären und rechnergesteuerten Präzisionsmessgeräten) · Die Funktionsanforderungen derart sind, dass schon allein die eigenen Formabweichungen der Bauteile zum Problem für einen sicheren Prüfnachweis der Maßtoleranzen werden (auch: Verformung durch das Eigengewicht!) · Der Material- und Bearbeitungsaufwand pro gefertigtem Bauteil derart hoch ist, dass Ausschussteile absolut ausgeschlossen werden müssen Ein Beispiel (Video) für derartige Bauteile – mit direktem Bezug zu einem der nachfolgenden Veranstaltungshinweise – finden Sie in diesem TV-Bericht des WDR. Von der Automobilindustrie lernen Vor dem Hintergrund sehr großer Losgrößen steht die internationale Automobilindustrie vor ganz ähnlichen Herausforderungen: Kunden erwarten heute weltweit ein einwandfreies, langlebiges Produkt – nicht nur im Hochpreissegment. Zur Vermeidung von Imageverlusten und teuren Rückrufaktionen wurden daher eine Vielzahl (statistischer) Methoden zur Überwachung von Fertigungs- und Messprozessen entwickelt, die auf der plan- und regelmäßigen Erhebung und Auswertung von mehr oder weniger umfangreichen Messreihen beruhen. Die Kernfrage ist: Sind solche Methoden auch auf kleine Losgrößen großer und schwerer oder kleinerer, aber besonders hochwertiger Bauteile zu übertragen? NEU: MarExpert Fachkolloquien zu ausgewählten Themen der Fertigungsmesstechnik Diese Frage wird in der Eröffnungsveranstaltung unserer neuen Reihe regionaler Fachkolloquien aus berufenem Mund, das heißt: von Fachleuten aus der Praxis beantwortet. Und zwar sowohl aus Sicht der QS, als auch aus der Sicht der Fertigung. Nähere Angaben zu dieser praxisnahen und problembezogenen Informations- und Diskussionsveranstaltung in den neuen Räumen unseres Mahr Kundenzentrums in Wuppertal finden Sie hier… Eine weitere gute Gelegenheit, speziell die Fragen der Qualitätssicherung kleiner Losgrößen zu diskutieren und zu lösen, bietet Ihnen außerdem das entsprechende MarExpert Praxisseminar. Hier die aktuellen Seminarinformation als PDF-Datei zum Herunterladen:
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