
Seit 1997 wird das Common-Rail-System sowie das Pumpe-Düse-System für die Direkt- einspritzung von Dieselmotoren in Serienmodellen verwendet. Es hat sich mittlerweile bei allen PKW- und Nutzfahrzeug-Herstellern sowie bei großen Dieselmotoren (z.B. im Schiffbau) durchgesetzt. Mahr hat spezielle Messlösungen für die Einspritztechnik entwickelt, um die hohen Anforderungen an die Genauigkeit, die Messzeit, die Automatisierung und das Erreichen der Prozessmittelfähigkeiten zu erfüllen.
Energieeffiziente Verbrennungsmotoren benötigen Einspritzsysteme, die Einspritzdrücke bis 2000 bar (Diesel) ermöglichen, um den Kraftstoff besonders fein zu zerstäuben. Die Einspritzdüsen sind diesem Druck unmittelbar ausgesetzt. Ihre Fertigung stellt deshalb höchste Anforderungen an eine konstante Überwachung von Qualität, Genauigkeit und Prozesssicherheit.
Der Kraftstoff wird mit hohem Druck durch den sogenannten Düsenkörper in den Verbrennungsraum des Zylinders gepresst. Im Düsenkörper befinden sich sehr feine Bohrungen, die durch eine Düsennadel im Arbeitstakt jedes Zylinders geöffnet beziehungs- weise verschlossen werden.
Die Führungsspieltoleranz zwischen Düsennadel und Düsenkörper liegt im Bereich nur weniger Mikrometer. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen an die Geometrie (insbesondere im Dichtbereich), aber auch an Oberflächenkenngrößen sowie Formtoleranzen des Düsenkörpers. Die besondere Herausforderung für die Messtechnik besteht darin, die Messaufnehmer im Inneren des Düsenkörpers exakt zu positionieren, um sichere Messabläufe zu gewährleisten.
Messung der Außenkontur und von Spannnutenparametern am Formbohrer
Das Werkzeug zur Herstellung der Grundkörpergeometrie ist ein hochpräziser Formbohrer mit komplexer Geometrie.
- Die Einhaltung der Abstands- und Durchmessermaße sowie Form-, Lage- und Oberflächenparameter ist eine wichtige Voraussetzung für das problemlose Führungsspiel zwischen Düsennadel und Düsenkörper
- Optisches Messen aller Geometrien und Formmerkmale
- Fähigkeitsnachweise von %GRR ≤ 10 % und Cg / Cgk ≥ 1,33
- Mit dem Closed Loop wird Ihr Fertigungsprozess optimiert und stabil: Aus den Messwerten werden Formkorrekturen berechnet, die dann direkt an die Schleifmaschine gesendet werden können
Prüfen von Form- und Lagemerkmalen an der Düsennadel
Die Geometrie der Düsennadel bestimmt im Wesentlichen die Funktionalität des Einspritzsystems.
Die Toleranzen an den einzelnen Merkmalen sind dementsprechend eng gesetzt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Einzelgeometrien, wie Winkel und Radien, oftmals nur aus sehr kleinen Segmenten bestehen. Deshalb müssen zur Messung der Düsennadeln sehr genaue Messverfahren mit hoher Messpunktdichte und Reprodu- zierbarkeit zum Einsatz kommen.
Hierzu bieten sich besonders die Kontur- und die Formmessung an.
Rauheitsmessungen am Pumpenkörper z.B. an Dichtflächen und Bohrungen
Die Hochdruckpumpe für Common-Rail-Systeme hat die Aufgabe, den Dieselkraftstoff in ausreichender Menge und mit einem Druck von derzeit bis zu 1600 bar dem Hochdruckrail zur Verfügung zu stellen.
Sie wird über Riemen, Kette, Zahnrad oder Kupplung vom Motor angetrieben.
Die Anforderungen an die Messungen sind ähnlich wie bei der Düsennadel, die Toleranzen an den einzelnen Merkmalen sind eng gesetzt, und die Auswertesegmente sind teilweise sehr klein. Dieses setzt auch an die Auswertestrategie hohe Anforderungen, damit Messfähigkeiten erreicht werden können.
Spezielle Messmaschinen zur hochgenauen Kontur- und Formmessung unterstützen hier die Anforderungen.
Formmessung der Bohrung eines Pumpenkörpers
- Die Einhaltung der Abstands- und Durchmessermaße sowie Form-, Lage- und Oberflächenparameter ist eine wichtige Voraussetzung für das problemlose Arbeiten der Einspritzpumpe, um den Kraftstoff genau und zum richtigen Zeitpunkt dosieren zu können
- Einsatz in der Fertigung
- Schnelles taktiles Messen aller Geometriemerkmale
- Bewertungen der Formabweichung an den Geometrieelementen
Mehr Informationen finden Sie hier...