Der führende Applikationsspezialist feiert 150-jähriges Jubiläum Als Hersteller von Fertigungsmesstechnik feiert Mahr 2011 sein 150-jähriges Jubiläum. Das Unternehmen wurde 1861 in Esslingen gegründet und hat heute seinen Hauptsitz in Göttingen. Das Jubiläumsjahr wurde im Mai auf der Control in Stuttgart eröffnet und wird offiziell im September mit einem Fachkongress und einem Festakt gefeiert. Wegbereiter in der Messtechnik Carl Mahr gründet 1861 das Unternehmen in Esslingen als Reaktion auf die gestiegenen Ansprüche bei der Genauigkeit in der Maschinenfertigung zur Zeit der Industrialisierung. Das erste entwickelte Messgerät ist ein Spurmaß. Schnell bringt Mahr weitere Handmessmittel für die Industrie auf den Markt wie Schieblehren, Längennormale oder Schraubenlehren. Mahr folgt der fortschreitenden Industrialisierung in Europa mit stets passenden Messlösungen zur Qualitätssicherung. Meilensteine der Firmengeschichte sind 1908 die erste mechanische Längenmessmaschine mit einer Genauigkeit von 1/10.000 mm oder 1923 das erste Messgerät zur Prüfung von Zahnrädern. Dabei ist das Unternehmen mit seinen innovativen Ideen stets Wegbereiter in der Messtechnikbranche – im Nanometerbereich genauso wie bei automatisierten Messprozessen und fertigungsnahem Messen oder bei der Kombination verschiedener Messtechniken auf einer Maschine. Strategische Ausrichtung und weltweite Expansion Entscheidend für den Erfolg von Mahr waren strategische Partnerschaften, Firmenfusionen und Standort-Neugründungen. So wurde 1936 mit der Gründung der Feinprüf GmbH in Göttingen das Angebot an Messgeräten erweitert. Durch Übernahme der Hannoveraner Dr. Ing. Perthen GmbH 1973 gelang der Einstieg in die Oberflächen- und Formmesstechnik. Ab den 70er Jahren begann die weltweite Expansion für Mahr: Es wurden zunächst Vertriebsgesellschaften in den USA und Frankreich gegründet. In den 90er Jahren kamen Produktionswerke in Tschechien und China hinzu. Weitere Vertriebsgesellschaften wurden z. B. in der Schweiz, Großbritannien, Mexiko, China, Korea und Brasilien gegründet. Mit der Übernahme des Messtechnikherstellers Federal Products in Providence, USA gelang es in den NAFTA-Märkten stärker Fuß zu fassen. Damit war Mahr endgültig global positioniert und konnte weltweit agieren. Seit 1994 ist der Hauptsitz von Mahr in Göttingen. Die Expansion hielt weiter an: Seit 2004 gehört Mahr OKM in Jena zur Mahr-Gruppe. Dort liegt der Schwerpunkt auf Entwicklung und Produktion von optischen Messgeräten. Im April 2006 wurde durch Übernahme der Helios Messtechnik in Dörzbach das Produktportfolio insbesondere im Bereich der Wellenmessung weiter ausgebaut. Im Jahr 2007 erweiterte Mahr die Unternehmensgruppe durch die Übernahme des französischen Messtechnik-Herstellers SMPR und damit sein Programm um Messnormteile und Sonderlösungen. Drittgrößter Hersteller an Fertigungsmesstechnik Die global operierende Mahr-Gruppe mit 1500 Mitarbeitern ist heute weltweit der drittgrößte Hersteller an Fertigungsmesstechnik – vom Messschieber über optische Oberflächenmessplätze bis hin zum Formmessgerät im Nanometerbereich. Messlösungen von Mahr sind im Einsatz in der Automobilindustrie und im Maschinenbau genauso wie in feinwerktechnischen und optischen Betrieben. Kooperationen mit Universitäten und Forschungsinstituten garantieren eine konsequente Weiterentwicklung der Technologien. In nahezu allen Bereichen der Investitions- und Produktionsgüterindustrie sind messtechnische Innovationen von Mahr wegbereitend für den weiteren technischen und wirtschaftlichen Fortschritt. Messgeräte wie der Messschieber „MarCal 16 EWR“ sind mit Preisen ausgezeichnet worden, Systeme wie der Formmessplatz „MarForm MFU 100 Referenz“ gelten als Premiumgerät ihrer Klasse und die Universal Längenmessmaschine „Precimar 828 CIM“ ist in nahezu allen nationalen staatlichen technischen Bundesanstalten im Einsatz. Neben hochwertigen Messgeräten zum Prüfen der Werkstückgeometrie sind auch Spinn- und Dosierpumpen (hochgenaue Zahnradpumpen) – u. a. für die Textilfaserproduktion, – und hochgenaue Kugelführungen als universelle Bauelemente für mechanische Konstruktionen wesentliche Bestandteile des Mahr-Programms. Hauptabnehmer sind die Automobilindustrie, die Werkzeugmaschinenindustrie, die Maschinen- und Anlagentechnik, feinwerktechnische Betriebe (auch aus den Bereichen Optik und Elektronik). Für Spinnpumpen und Dosierpumpen, die Hersteller von Synthesefasern, Lebensmittel,- Pharma und Medizintechnikprodukten, sowie Polymerhersteller und deren Zulieferer, ebenso wie die Kunststoffverarbeitende Industrie. Darüber hinaus werden komplette Misch- und Dosiermaschinen entwickelt und gefertigt. Abnehmer sind die Luft- und Raumfahrtindustrie, die Automobilhersteller, die Verpackungshersteller und die Windkraftindustrie. Applikationsspezialist mit Blick in die Zukunft Das 150-jährige Jubiläum ist für Mahr Ansporn auch in Zukunft eine maßgebliche Rolle in der Messtechnik einzunehmen. Heutzutage sieht sich das Unternehmen als Applikationsspezialist mit innovativen und kundenorientierten Messlösungen. Die Integration von Produkten, abgestimmte Kundenlösungen, Software und Dienstleistungen sind heute für den Anwender wichtiger als nur das Produkt alleine. Dabei wird Messtechnik, Software und Service für immer mehr Branchen interessant – beispielsweise Medizintechnik, e-Motive oder Optik. Heute wie 1861 bedeutet Präzision für Mahr, den Kunden genau die Lösung zu bieten, die sie brauchen, um erfolgreich zu sein. |