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Die Messe AMB 2010 in Stuttgart ist eröffnet
2010-09-28 | Diskussion | Skladnikiewitz, Michael ( modified 2010-09-30 | Skladnikiewitz, Michael )

Das Messeteam von Mahr informiert über den Verlauf der Messe.

Wer interessante Neuheiten von Mahr sehen und erleben möchte, den begrüßen wir gerne in Halle 1 / Stand G74.

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Presseinfo: Einstellgerät mit neuem Komfort
2010-09-28 | Produkte | Froechtenicht, Birgit ( modified 2010-09-30 | Skladnikiewitz, Michael )

Schneller und einfacher messen:
Längenmessgerät „Linear 800" von Mahr mit dem neuen Mess- und Auswerterechner „MarCheck"

 

Die neue Mess- und Auswerteeinheit „MarCheck" beschleunigt und vereinfacht die Arbeit mit Mahr-Einstellgeräten

Die tägliche Messung mit den Einstell- und Justiergeräten der LINEAR-Serie von Mahr wird zukünftig noch komfortabler: An der neuen Mess- und Auswerteeinheit „MarCheck" lässt sich jetzt eine Kalibrierung und Messung per Knopfdruck sehr schnell und zuverlässig durchführen. Die Vorteile dieses Einstellgerätes für den Anwender: Die Kosten für Einstellringe und Kalibrierungen reduzieren sich umgehend.

Einstellgeräte in der Fertigung sind die wirtschaftliche Alternative zu Einstellringen, Einstelllehren oder Endmaßen. Die Mahr Einstell- und Justiergerät der Linear-Serie werden ab sofort mit dem Mess- und Auswerterechner „MarCheck" noch leistungsfähiger. Die kompakte Auswerteeinheit liefert in der Qualitätssicherung zuverlässig Ergebnisse bei allen wichtigen Messaufgaben der Längenmessung. Das Gerät unterstützt die präzise und fertigungsnahe Einstellung von Innen- und Außenvergleichsmessgeräten, 2-Punkt Messgeräten, Innenfeinmessgeräten oder Feinzeiger-Rachenlehren. Das Einstellgerät in Kombination mit der modernen Auswerteeinheit macht Einstelllehren, Einstellringe oder Endmaßkombinationen nahezu überflüssig und wirkt sich so wirtschaftlich positiv für Fertigungsbetriebe aus.

Das Mahr Einstell- und Justiergerät der Linear-Serie ist dort im Einsatz wo schnell zuverlässige und präzise Messwerte gefordert sind. So lassen sich beispielsweise fertigungsnah sehr einfach Innen- und Außendurchmesser ermitteln oder anzeigende Messmittel (z.B. Multimar 844T) und 2-Punkt-Innenmessgeräte (z.B. Intramess 844N) können schnell, präzise und zuverlässig eingestellt werden. Die neue Auswerteeinheit „MarCheck" lässt sich intuitiv bedienen, ist schnell erlernbar und in allen gängigen Sprachen zu nutzen. Der Bediener wird leicht verständlich durch Menüs geführt und kann über Funktionstasten die Messungen gezielt ausführen. Die Messergebnisse sind auf dem beleuchteten Display in großen Ziffern sehr gut lesbar.

Die Ergebnisse werden in Messwertlisten abgespeichert und können durch eine integrierte USB- und RS 232-Schnittstelle auf einem Rechner dokumentiert, weiter ausgewertet oder ausgedruckt werden. Lieferbar sind auch MarCheck - Nachrüstpakete für alte Längenmessmaschinen wie dem UMG 50 oder dem Helio-Linear II zu einem attraktiven Preis.

 

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Presseinfo: Formmessung großer Werkstücke
2010-09-28 | Produkte | Froechtenicht, Birgit ( modified 2010-09-30 | Skladnikiewitz, Michael )

Ein Formmessplatz für viele Aufgaben: „MarForm MMQ 400" von Mahr für überlange Werkstücke

 

Neu: Automatisierte Messung überlanger Werkstücke auf dem
Messplatz „MarForm MMQ 400" von Mahr – Senkung der Prozesskosten

Der Formmessplatz „MarForm MMQ 400" des Applikationsspezialisten Mahr bietet ab sofort auch die Option überlange Werkstücke zu messen. Die zu überprüfenden Messobjekte können bis zu 900 mm lang und 60 kg schwer sein. Produktionsbetriebe der Präzisionsindustrie können somit jetzt auch lange Werkstücke automatisiert, schnell und präzise messen – so wie sie es von diesem bewährten Formmessplatz gewohnt sind.

Überlange und schlanke Präzisionswerkstücke können mit dem Formmessplatz „MarForm MMQ 400" präzise und schnell auf Form- und Oberflächen-Toleranzen zu überprüft werden. Der bewährte und stabile Formmessplatz des Applikationsspezialisten Mahr bietet sich beispielsweise an für Werkstücke wie Getriebewellen oder Stufenwellen bis zu einer Länge von 900 mm und einem Gewicht bis zu 60 kg. Dank der bewährten Mahr-Technologie gibt es bei diesen Werkstücklängen und Gewichten keinerlei Kompromisse und Abstriche bei der Messgenauigkeit. Die Genauigkeit liegt im Sub-µm-Bereich. So können die vorgegeben Qualitäts-Parameter für Rundheit, Ebenheit, Geradheit, Koaxialität oder Lauf zuverlässig eingehalten werden.

Mahr ist Marktführer bei Referenzformtestern und bietet die Option für überlange Werkstücke auf seinem bewährten Formmessplatz „MarForm MMQ 400". Damit profitieren Fertigungsbetriebe von den praxiserprobten Vorteilen dieses Messsystems. Denn mit dem Messplatz erwirbt der Kunde einen Vollautomaten. Dass heißt konkret, dass das Ausrichten und Rüsten des Werkstückes sowie der komplette Messvorgang vollautomatisch erfolgen – der Messkopf wird innerhalb des Messablaufs automatisch in die richtige Messposition am vorher bestimmten Messort gebracht. Einflüsse durch den Bediener auf den Messvorgang werden so reduziert, die Messsicherheit erhöht und die Prozesskosten gesenkt. In nur einer Aufspannung können sowohl Form wie auch Oberfläche mit dem motorischen Messtaster „T7W" exakt erfasst und dokumentiert werden. Weiterhin bietet der Messplatz die innovative von Mahr gemeinsam mit Mercedes Benz entwickelte Drall-Messung, die insbesondere bei Getriebewellen wichtig ist.

Dank der bekannten MarWin-Software „AdvancedForm" mit seiner komfortablen Lernprogrammierung sind Messprogramme für Werkstücke schnell erlernt und einfach erstellt. Mit dieser Software steuert der Bediener sicher den Formmessplatz: Per Mausklick positioniert er das Werkstück, richtet es aus und startet die Messung. Mahr bietet die kompakte Messmaschine „MarForm MMQ 400" für zwei Lösungen: Für den Messraum und für die fertigungsnahe Messung. Als integrierte Lösung gibt es den Messplatz auch mit einer Messkabine, die die Messung vor Umwelteinflüssen schützt. 

 

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Presseinfo: Werkzeugvoreinstellung mit Schrumpfung
2010-09-28 | Produkte | Froechtenicht, Birgit ( modified 2010-09-30 | Skladnikiewitz, Michael )

Kombiniert Werkzeugmessung mit Schrumpfung: Werkzeugvoreinstellgerät „MarPreset 1800 ShrinkSet" von Mahr.

 

Neuheit: Werkzeugvoreinstellgerät „MarPreset 1800 ShrinkSet" von Mahr mit integriertem Induktionswärme-Schrumpfsystem

Das „MarPreset 1800 ShrinkSet" verbindet die Vorzüge der Voreinstellung von Werkzeugen mit den Vorteilen der induktiven Schrumpftechnik. Beide Vorgänge erfolgen in einer Aufspannung und automatisiert. Der Vorteil für den Nutzer: Die Vorbereitung von Werkzeugen beschleunigt sich und Produktionsprozesse werden deutlich effizienter.

Das neue Werkzeugvoreinstellgerät „MarPreset 1800 ShrinkSet" von Mahr bietet die Komplettlösung zur Messung und Inspektion von Werkzeuge. Das in seiner Klasse führende System kombiniert die Voreinstellung von Werkzeugen mit einer automatischen Schrumpfung. Der Vorteil für den Anwender: Er braucht das Werkzeug nur einmal aufspannen, erhält zuverlässig Messergebnisse und spart deutlich Zeit.

Die Schrumpfung führt das Gerät automatisch und damit kostenoptimiert aus. Dabei fährt die Induktionsspule über den Werkzeughalter und erwärmt ihn. Anschließend wird das Werkzeug in den Halter eingesetzt, die gesamte Spindel wird in ein Wasserbad gefahren und das Werkzeug bis zum Kern schnell abgekühlt. Der Applikationsspezialist Mahr setzt dabei die patentierte „Cool-to-the-Core™" Technology ein. Sie ermöglicht es, dass das Werkzeug in nur zwei Minuten vollständig abgekühlt ist. Der große Vorteil dieses innovativen Verfahrens ist, dass ein nachteiliges ‚Nachwachsen' des Werkzeugs, wie es bei einer Kühlung an der Luft geschieht, zuverlässig vermieden wird.

Die Messung des Werkzeugs geschieht direkt nach dem Schrumpfprozess in der gleichen Aufspannung. Sie erfolgt optisch mit automatischer Kantenerkennung. Mittels eines LED-Ringlichts mit einstellbarer Intensität kann die Oberfläche der Werkzeugschneide nach Verschleiß und Ausbrüchen inspiziert werden. Die sehr solide Guss-Konstruktion des „MarPreset 1800 ShrinkSet" und eine Schwingungsdämpfung sorgen für Messsicherheit. Die konsequent symmetrische Konstruktion verhindert zudem eine Verwindung bei Temperaturschwankungen in der Fertigungsumgebung.

Die Bedienung des Systems ist sicher, einfach und schnell zu erlernen: das Gerät wird per Touchscreen bedient, die Bedienoberfläche ist mit einfachen Symbolen ausgestattet und das Kamerabild wird groß und deutlich auf dem 17" Monitor dargestellt. Die gewonnen Messergebnisse kann der Nutzer ausdrucken. Alternativ können sie auch direkt an die Steuerung der Bearbeitungsmaschine übertragen werden.

Zum Lieferumfang gehören ein Etikettendrucker und die Software PGC Plus. Sie beinhaltet umfangreiche Messfunktionen und eine integrierte Werkzeugdatenbank. Zugleich unterstützt sie Datenschnittstellen zu allen Bearbeitungszentren.

 

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Presseinfo: Weltneuheit - Freitaster-Messung für stationären und mobilen Einsatz
2010-09-28 | Produkte | Froechtenicht, Birgit ( modified 2010-09-30 | Skladnikiewitz, Michael )

Mit Freiabtastung und automatischer Nullung:
Das neue mobile Oberflächenmessgerät „MarSurf M 400" von Mahr

 

Das Oberflächenmessgerät „MarSurf M 400" mit Freiabtastung misst Rautiefen, Welligkeiten und Profilabweichungen

Eine Weltneuheit für den stationären und mobilen Betrieb bietet erstmalig das neue mobile Oberflächenmessgerät „MarSurf M 400" des Applikations­spezialisten Mahr. Das Freitastsystem mit magnetischer Tastarmhalterung sorgt für schnellen Wechsel der Tastarme ohne Werkzeug und sichert gleichfalls den Schutz gegen Bschädigungen. Im Bedarfsfall kann auch kabellos und ohne Netzanschluss gearbeitet werden. Besonders bei grossen Werkstücken ist diese Möglichkeit von großem Vorteil.

Das Oberflächenmessgerät „MarSurf M 400" setzt neue Maßstäbe bei der stationären wie auch mobilen Auswertung von Oberflächen. Dank des Freitasters BFW 250 kann dieses Messgerät wesentlich mehr Messaufgaben erfüllen als konventionelle mobile Messgeräte mit einem Kufentaster. So ermöglicht die handliche Weltneuheit die Auswertung von Parametern aus dem P-, W- bzw. R-Profil. Das bedeutet, dass jetzt auch Welligkeiten und Profilabweichungen zuverlässig erfasst und dokumentiert werden können. Der Nutzer kann das Gerät als kleinen stationären Messplatz einsetzen oder aber bei Bedarf sich mit dem handlichen Messgerät völlig frei bewegen. Beispielsweise bei großen Werkstücken, in der Fertigung und dem Messraum oder der Wareneingangskontrolle wird diese Einsatzart benötigt.

Das Messgerät braucht nur wenige Sekunden zum Einrichten. Der Grund dafür ist die motorische Höhenverstellung des Vorschubgerätes mit automatischer Nullung. Die Messgeschwindigkeit ist hoch und beträgt bei gleicher Messpunktdichte 1 mm/s. Ein Assistent für Neigungsverstellung sorgt dafür, dass das Vorschubgerät schnell zum Werkstück ausgerichtet wird. All das beschleunigt die Qualitätssicherung und macht sie effizienter. Das brillante Farbdisplay stellt die Ergebnisse auch unter schwierigen Lichtverhältnissen gut lesbar dar und führt den Nutzer durch die Bedienung.

Das „MarSurf M 400" sendet die erfassten Messdaten an die zugehörige Auswerteeinheit. Hier können sie per Thermodrucker ausgedruckt werden oder per USB-Kabel auf einen PC übertragen werden und dort gesichert werden.

Aus dem mobilen Messgerät kann mit wenigen Komponenten aus dem MarSurf-Zubehörprogramm zudem schnell ein stationärer Arbeitsplatz gebaut werden.

 

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Presseinfo: Messplatz für große Werkstücke
2010-09-28 | Produkte | Froechtenicht, Birgit ( modified 2010-09-30 | Skladnikiewitz, Michael )

Neue Messplatzoption für große Werkstücke: Messständer „MarSurf ST 750 D"

 

Neu: Messständer „MarSurf ST 750 D" bietet Messoption bis 620 mm in der Vertikalachse – ideal für Durchmesser, Abstände und Konturen

Eine neue Messplatzoption für große Werkstücke bietet der neue Messständer „MarSurf ST 750 D" von Mahr. Er ermöglicht es, die Durchmesser, Abstände und Kontur bei Werkstücken bis über 500 mm Höhe und 90 kg Gewicht zu messen. Je nach eingesetztem Vorschubgerät werden Messergebnisse bis in den Mikrometerbereich ermittelt.

Bei großen Werkstücken waren bisher präzise Messergebnisse wie Durchmesser, Abstände oder Kontur meist eine messtechnische Herausforderung. Jetzt hat der Applikationsspezialist Mahr den Messständer „MarSurf ST 750 D" auf den Markt gebracht. In Verbindung mit den Messplätzen UD 120 / LD 120 sowie XC 20 CNC wird der gesamte Messweg von 620 mm in der Vertikalachse genutzt und es können Werkstücke mit über 500 mm Größe präzise und automatisiert gemessen werden.

Als erster Hersteller von Konturenmessgeräten hat Mahr die Möglichkeit einer Messung mit einer Doppeltastspitze und Messkraftumschaltung verwirklicht. Dieses Know-how kommt bei diesem Messständer zum Einsatz. So ist es hier möglich, Konturen nicht nur in einer Tastrichtung, sondern auch Überkopfmessungen durchzuführen – und dabei das gegenüberliegende Profil zu erfassen. Dadurch sind Messungen in Bereichen bis 620 mm in der Vertikalachse möglich.

Beispielsweise werden bei einem großen Lagerring erst die Geometrien der oberen Ringseite gemessen. Anschließend fährt der Fahrkorb des Messständers mit dem Vorschubgerät um den Durchmesserbereich des Werkstückes nach unten. Dort werden dann die Geometrien der unteren Ringseite gemessen. Eine exakte Verrechnung des Verfahrweges des Fahrkorbes am Messständer ermöglicht schließlich die Ermittlung der Bezugsgröße der oberen und unteren Kontur – und ergibt somit die Messauswertung.

Die Genauigkeit des Messplatzes hängt vom eingesetzten Messgerät ab UD 120 / LD 120 wird eine Genauigkeit von (1,4 + L/100) µm erreicht; bei dem Vorschubgerät PCV liegt die Präzision bei (2,5 + L/100) µm. Je nach Messaufgabe erhält der Kunde individuell passende Messtaster.

 

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Welche Erwartungen an die AMB in Stuttgart haben Sie?
2010-09-23 | Diskussion | Skladnikiewitz, Michael

Mahr bereitet sich im Moment intensiv auf die AMB in Stuttgart vor. Auf verdoppelter Ausstellungsfläche präsentieren wir uns als Applikationsspezialist für produktionsnahe und automatisierte Messtechnik.
Eines unser Highligts ist der neue Messplatz zur Werkzeugvoreinstellung, welcher das Verfahren der Induktionsschrumpfung integriert hat.

An unseren Messmaschinen demonstrieren wir ständig Applikationen. Beispielsweise messen wir am Formmessplatz „MarForm MMQ 400“ mit der neuen Option für überlange Werkstücke eine 750 mm lange Getriebewelle. Am neuen Konturenmessplatz „MarSurf XC 20“ mit messender Säule zeigen wir die Vermessung eines Lagerringes sowie eines Gleitlagerring.

Hier im PraxisPortal MESSMITTELPUNKT.com berichten wir auch live von der Messe.

Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen!

Kommen Sie doch einfach mal vorbei: Halle 1 / Stand G 74

Dr. Robert Buchmann, Mahr-Geschäftsleitung Vertrieb

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Klein aber fein: Pocket-Messgerät zur Rautiefenmessung
2010-09-13 | Produkte | Skladnikiewitz, Michael

 

Mobiles Messen in der Fertigung wird immer wichtiger: Im Workflow wird kostbare Zeit gespart und zugleich können auch große, nicht transportable Werkstücke vermessen werden. Der Göttinger Mess-Spezialist Mahr bietet für diese Marktanforderung das mobile Rautiefenmessgerät MarSurf PS1. Das nur handygroße Oberflächen-Messgerät vereint Taster, Vorschub- und Auswerteeinheit mit einem integrierten Kalibriernormal.

Rautiefenmessung in der Fertigung fordert immer öfter immer mehr Leistung – selbst bei kleinen mobilen Messgeräten. Dabei soll die Bedienbarkeit so einfach wie möglich sein, da oft nicht der Qualitätsmitarbeiter, sondern der Produktionsmitarbeiter an der Maschine das Messgerät bedient. Für diese Marktanforderung bietet Mahr sein mobiles Rauheitsmessgerät MarSurf PS1. Mit diesem handlichen Messgerät hat der Nutzer bei der Rauheitsmessung alles in einer Hand: Neben den direkt anwählbaren Parametern „Arithmetischer Mittelrauwert (Ra)“ und „Mittlere Rautiefe (Rz)“ kann er mit einem Klick mehr als 20 Kenngrößen abrufen. Das kleine aber leistungsfähige MarSurf PS1 zeigt, dass heutzutage auch ein Messgerät der untersten Preisklasse kaum Wünsche offen lässt. 

Messbereich von 350 μm

Das nur 400 Gramm schwere Rauheitsmessgerät ist durch die Mobilität besonders für Betriebe der Metallverarbeitung interessant – egal, ob in der Automobilindustrie, dem Schiffsbau, der Luftfahrttechnik oder dem Großmaschinen- und Werkzeugbau. Eingesetzt wird es genauso an der Bearbeitungsmaschine wie bei der Wareneingangskontrolle. Problemlos können beispielsweise die Oberflächen nichttransportabler, mannshoher Schiffschraubenblätter und großer Turbinenlamellen überprüft werden. Der große Messbereich von 350 μm ist so angelegt, dass sogar sandgestrahlte Oberflächen gemessen werden können. Mit einer Messkraft von nur 0,7 mN setzt der Tastarm des PS1 in puncto Tastkraft Maßstäbe. Innovativ ist das integrierte und patentierte Raunormal, so dass kein externes Kalibrieren mehr nötig ist.

Flexibel dank unterschiedlicher Taster

Unterschiedliche Taster machen das handliche Messgerät zudem sehr flexibel. So gibt es beispielsweise einen Taster mit dem in Bohrungen mit einem Durchmesser von nur 3 mm gemessen werden kann. Ein anderes Beispiel: Oberflächenmessung an Werkstücken, die sich noch im Fertigungsprozess befinden, fordern besondere Hilfsmittel zur Lösung der Messaufgabe. Solche Aufgaben sind z.B. Querabtastungen an Kurbel- oder Nockenwellen. Die Oberfläche der Lager- und Hubzapfen einer Kurbelwelle lässt sich problemlos mit dem Queradapter messen. Mit dem MarSurf PS1 und dem Prismenaufsatz sowie zwei verschiedenen Aufsätzen bestimmt der Mitarbeiter bei der Qualitätssicherung schnell und einfach die Rauheit.

Häufig im Einsatz ist das MarSurf PS1 in der Blechindustrie. Denn die Rautiefenstruktur auf Blechoberflächen hat erheblichen Einfluss auf die Verformbarkeit bzw. den Verformungsprozess. In gleicher Weise spielt beim Lackieren oder Beschichten von Blechen die Oberflächenbeschaffenheit eine große Rolle. Die Messungen erfolgen in der Regel direkt auf dem Blech oder auf der Walze, deren Oberflächenstruktur sich auf dem Blech abbildet. Hierfür hat Mahr den Zweikufentaster PT 150 entwickelt. Dieser Taster ist in der Norm DIN EN 10049 (SEP) beschrieben. Insbesondere wird er zur Ermittlung der Rauheitsgrößen von kaltgewalzten Flacherzeugnissen z.B. Blechen empfohlen. Durch den pendelnd aufgehängten Kopf richtet sich der Taster selbsttätig zur Oberfläche aus.

 

MarSurf PS1 mit Queradapter für das Messen im 45-Grad-Winkel sowie PS1 mit Zweikufentaster gemäß DIN EN 10049 (SEP)

Darstellung der Profile und Ergebnisse am PC

Bis zu 20.000 Ergebnissen und bis zu 15 Profilen werden im MarSurf PS1 ausgewertet und mittels der USB-Schnittstelle an den PC übertragen. Dort können die Daten dokumentiert, protokolliert und separat auf einem beliebigen Verzeichnis gespeichert werden. Der Bediener kann 500 mal messen, ohne das Gerät wieder aufladen zu müssen. Selbst im Falle der notwendigen Aufladung ist das Gerät bereits nach einer Stunde wieder einsatzbereit. Das bedeutet kurze Ausfallzeiten für den Messbetrieb

Das Pocket-Messgerät ist ohne aufwendige Schulung einfach zu benutzen. Die Tasten sind so positioniert, dass sie sowohl für Links- wie Rechtshänder leicht zu bedienen sind. Dank einer Sprachauswahl von 14 Sprachen – davon drei asiatischen Sprachen – kann das MarSurf PS1 weltweit eingesetzt werden.

Perfekte Dokumentation: Darstellung der Profile und Ergebnisse am PC.

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Mehrwert durch Messung
2010-09-13 | Know-how | Skladnikiewitz, Michael

 

Richtig und zum richtigen Zeitpunkt messen schafft Mehrwert für Produkte und Prozesse - denn Messen ist im Gegensatz zum Prüfen ein wertschöpfender Prozess. Wer die richtigen Messungen zum richtigen Zeitpunkt durchführt, verringert den Bedarf an Prüfungen. So werden nicht nur Produkte und Prozesse verbessert, sondern letztendlich wird die Gesamteffizienz eines Unternehmens die Rentabilität erhöhen. Der Messtechnik-Spezialist Mahr bietet präzise Fertigungsmessgeräte mit denen die Qualität der Werkstücke in der Produktion optimiert wird, der Ausschuss verringert wird und zugleich Kosten gesenkt werden können.

Zu den Aufgaben der Messsystemhersteller zählt die Bereitstellung von immer besseren und ausgereifteren Produkten. Paradoxerweise wird aber häufig argumentiert, dass ihre Anstrengungen bei der Produktentwicklung gegen die Interessen des Kunden laufen, da das Prüfen im Wesentlichen ein nicht wertschöpfender Prozess ist. Die Kunden müssen Kosten reduzieren und Prüfen bedeutet Kosten. Ergo ist der Preis von Highend-Form- und Oberflächen-Messsystemen – und folglich die Entwicklung von noch fortschrittlicheren Systemen – nicht gerechtfertigt. Sie sollten sich besser auf einfachere, genauere, zuverlässige und billigere Prüfgeräte konzentrieren.

Messen erhöht die Rentabilität
Es handelt sich zweifellos um ein interessantes und nicht zu unterschätzendes Argument. Die Prüfung ist tatsächlich ein nicht wertschöpfender Prozess, er zählt zu den Fertigungskosten, und die Unternehmen sind bestrebt, diese so gering wie möglich zu halten. Allerdings besagt ein zentraler Grundsatz der Deming'schen Philosophie über die statistische Prozessregelung, dass die Notwendigkeit von Werkstückprüfungen durch die Steuerung des entsprechenden Prozesses reduziert werden muss. Ich bin zwar für einfachere, genauere, zuverlässigere und auch billigere Prüfgeräte, was aber nicht bedeutet, dass die Messfähigkeit reduziert werden soll. Sie sollte im Gegenteil erhöht werden. Das Messen ist im Gegensatz zum Prüfen ein wertschöpfender Prozess, und vom messtechnischen Standpunkt kann die Fähigkeit, die richtigen Messungen zum richtigen Zeitpunkt durchzuführen, den Bedarf an Prüfungen verringern. Sie kann auch zu einer Verbesserung der Produkte und der entsprechenden Prozesse führen und letztendlich durch die Steigerung der Gesamteffizienz eines Unternehmens die Rentabilität erhöhen.

Prüfen versus Messen
Es gilt als allgemein anerkannt, dass zur Herstellung eines Qualitätsproduktes irgendeine Form von Messung oder Prüfung eine entscheidende Rolle spielt. Jedoch ist Messen nicht gleichbedeutend mit Prüfen. Gemäß Wörterbuch ist unter dem Verb prüfen eine sorgfältige und kritische Betrachtung, insbesondere im Hinblick auf Mängel, zu verstehen. Messen bedeutet hingegen die Bestimmung von Ausmaß, Größe, Menge und Leistung, vornehmlich durch den Vergleich mit einem Maßstab.

Messen ist also ein weiter gefasster Begriff. Prüfen bedeutet, dass jemand etwas erzeugt hat und feststellen möchte, ob es gut oder schlecht ist. Beim Prüfen wird stets eine Ja-Nein-Frage beantwortet: gut oder schlecht, bestanden oder durchgefallen, Go oder No-Go. Wenn man also Zeit und Geld zur Herstellung eines Gegenstandes aufgewendet hat und dann herausfindet, dass es wieder ein Ausschussteil gibt, dann war das ganze Geld reine Verschwendung.

Messen spart Prüfkosten
Die Prozessregelung hilft dabei, dieses Problem anzugehen und wird allgemein als hoch wertschöpfend angesehen. Wird dieses Prinzip noch einen Schritt weiter geführt, und werden passende Messungen zur Auslegung eines robusten Prozesses eingesetzt, der ein Mindestmaß an Regelung erfordert, werden dadurch die Kosten sowohl für die statistische Prozessregelung (SPC) als auch für die Prüfung reduziert. Geht man noch einen Schritt weiter und sieht man die passenden Messungen bereits im Produktdesignprozess vor, können weiterhin Prüfkosten gespart werden, indem man das zuverlässigste Design wählt und - unter Gewährleistung der Funktionalität des Produkts - möglichst breite Toleranzen festlegt.

Der Wert der Messung besteht in der Art von Entscheidungen, die auf der Grundlage dieser Messung getroffen werden können. Die Messung liefert Daten (Informationen im Gegensatz zu einer Ja-/Nein-Aussage) und Informationen fördern Entscheidungen. Man kann entscheiden, ein Design einem anderen vorzuziehen, weil es robuster ist. Oder man kann entscheiden, einen Fertigungsprozess einem anderen vorzuziehen, weil er geringere Investitionen in Ausrüstungen oder weniger Operationen erfordert oder eine engere Toleranz ergibt.

Paradoxerweise befinden sich in vielen Unternehmen die ältesten Ausrüstungen gerade in der Forschungs-&Entwicklungs-Abteilung, weil dort keine Späne anfallen und hier nichts wirklich angefertigt wird. Durch passende Investitionen in Ausrüstungen und durch die Vorverlagerung der Messtechnik zur Bereitstellung besserer Produkt- und Prozessdesign-Daten können die nachfolgenden Kosten aber drastisch gesenkt werden. Und nicht nur die Prüfkosten. Wenn Überlegungen zur Verbesserung der Messfähigkeit im Unternehmen angestellt werden, sollte dabei das gesamte Unternehmen in Betracht gezogen werden.

Unternehmensführung
Nehmen wir an, jemand führt ein Unternehmen. Auf der einen Seite stehen die Einnahmen aus dem Verkauf. Auf der anderen stehen die Kosten für Personal und Material sowie die Betriebsaufwendungen wie beispielsweise Telefon, Heizung und Strom und natürlich die Abschreibungskosten für die technische Ausrüstung. Was aus der Gegenüberstellung der beiden übrig bleibt, ist der Gewinn. Und die Gewinnmaximierung ist das Ziel der unternehmerischen Tätigkeit.

Durch Investieren in die Fähigkeit korrekte Messungen durchzuführen, kann der Einfluss all dieser Kosten minimiert werden. Werden weniger Prüfungen durchgeführt, werden weniger Prüfer benötigt und somit die Personalkosten reduziert. Ohne hohe Ausschussraten lassen sich die Materialkosten verringern. Und wenn weniger Geld für Prüfgeräte ausgegeben wird, werden die Betriebskosten reduziert.

Will man einen Produktionsleiter überzeugen, der für seinen Hochschulabschluss gelernt hat, dass das Prüfen nicht wertschöpfend ist und der nichts von Prüfungen hält (weil Prüfen etwas Schlechtes ist), muss man eine Sprache verwenden, die er versteht. Er muss verstehen können, wie sich korrekte Messungen vorteilhaft auf das Geschäft auswirken können. Andere Arten von Messungen sind nämlich wesentlicher Bestandteil des täglichen Geschäftslebens. Wie lange würde ein Finanzvorstand seine Stelle behalten, wenn er auf die Frage „Machen wir Gewinn?" antworten würde „Weiß ich nicht. Wir müssen das Monatsende abwarten und sehen, ob Geld übrig geblieben ist." In einem Unternehmen wird alles Mögliche gemessen, vom Lagerbestand bis hin zu den Forderungen, von den Urlaubstagen bis hin zur Einhaltung der Lieferzeiten.

Praktische Betrachtungen
Das sind natürlich keine neuen Ideen. Vor mehr als 400 Jahren sagte bereits Galileo: „Messen, was messbar ist und messbar machen, was noch nicht messbar ist." Und es war Lord Kelvin, der im 19. Jahrhundert behauptete: „Wenn Sie das, worüber Sie sprechen, messen und in Zahlen ausdrücken können, wissen Sie etwas darüber. Können Sie es jedoch weder messen noch in Zahlen ausdrücken, ist Ihr Wissen darüber dürftig und unbefriedigend..." Er sagte auch: „Was man nicht messen kann, kann man nicht verbessern."

Wer heute im Bereich des Qualitätswesens tätig ist, wird letztere Behauptung besonders treffend finden. Zur Verbesserung der Qualität muss man vor allem über einen Prozess Bescheid wissen, Daten sammeln, um Theorien zu bestätigen und auf dieser Grundlage Verbesserungen umzusetzen. Es ist wichtig, über die bestmöglichen Daten mit der kleinstmöglichen Messunsicherheit zu verfügen, um die besten Entscheidungen treffen zu können. Aber was bedeutet „wertschöpfendes Messen"? Wie bereits angedeutet, besteht der Wert einer Messung im Wert der Entscheidung, die anhand dieser Messung getroffen werden kann. Es ist nicht besonders nützlich, wenn man nur eine Angabe zur Bestimmung von gut/schlecht oder zum Vergleich mit der Toleranz eines ähnlichen Teils erhält.

Ein Beispiel für wertschöpfendes Messen besteht in der Messung von zwei unterschiedlich hergestellten oder entwickelten Bauteilen und der Bestimmung des unterschiedlichen Wertes eines jeden Bauteils. Falls ein Bauteil nicht funktioniert und das andere funktioniert, ist damit die Funktionstoleranz ermittelt. Werden die Messdaten dazu verwendet, die Toleranzen unter Beibehaltung der vollen Funktionsfähigkeit des Bauteils auf die maximal zulässigen festzulegen, so ist dies ein Beispiel für wertschöpfendes Messen. Durch einen besseren Toleranzwert wird sichergestellt, dass Tausende von Bauteilen, die später angefertigt werden, die Vorteile der breitestmöglichen Toleranz nutzen.

Ein weiteres Beispiel für wertschöpfendes Messen ist die Verwendung der Messdaten zur Bewertung zwei verschiedener Herstellprozesse eines Bauteils. Kann anhand der Daten bestätigt werden, dass der kostengünstigere Prozess für die Herstellung des Bauteils eingesetzt werden kann, lassen sich zehn- oder gar hunderttausende von Euro sparen.

Es ist wichtig, über reelle Daten zu verfügen. Die Prüftätigkeiten werden minimiert, wenn Design und Toleranzen optimiert sind und wenn der korrekte Prozess definiert worden ist. Je früher im Prozess gute Messungen durchgeführt werden können, desto besser ist das Unternehmen dran. Je frühzeitiger der Messprozess erfolgen kann, desto weniger Arbeit fällt später an. Anstatt 3.000 Bauteile während des Produktionsprozesses zu messen - oder einen nicht optimierten Prozess in dieser Hinsicht zu korrigieren - müssen nur 20 Prototypen gemessen werden.

Durch den ständigen Druck, wettbewerbfähig zu bleiben und Produkte auf den Markt zu bringen, werden häufig andere Prioritäten gesetzt: Man hat keine Zeit, die Funktionstoleranzen an Prototypen festzulegen und man glaubt, dass der Prozess später immer noch optimiert werden kann. Aber wie zahlreiche Studien beweisen, wird der Großteil der Kosten zu einem sehr frühen Zeitpunkt im Designprozess bestimmt. Nach der Wahl des Designs hat der Herstellprozess zwar Auswirkungen auf die Kosten, die Möglichkeiten werden jedoch durch das Design eingeschränkt. Ist schließlich der Prozess einmal gewählt, führen spätere Optimierungsversuche lediglich zu minimalen Verbesserungen auf der Kostenseite.

Geräte zur Entwicklung der bestmöglichen Produkte
Mitarbeiter im Qualitätswesen können dazu beitragen, ihr Unternehmen zu wertschöpfenden Messungen zu veranlassen. Sie müssen sicherstellen, dass die Geräte bereitstehen, die die Entwicklung der bestmöglichen Produkte und Prozesse erlauben und dass sie die Zeit zur Benutzung dieser Geräte haben. Unternehmen, die so handeln, können ihre Kosten erheblich minimieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Richtig und zum richtigen Zeitpunkt messen schafft Mehrwert für Produkte und Prozesse und trägt letztendlich zum Geschäftserfolg bei.

Autor: Patrick Nugent, Mahr

Praxistipps

  • Messen ist ein wertschöpfender Prozess und richtig und zum richtigen Zeitpunkt messen kann den Prüfbedarf reduzieren.
     
  • Messungen können Produkte und Prozesse verbessern und durch Steigerung der Gesamteffizienz letztendlich die Rentabilität erhöhen.
     
  • Der Wert einer Messung besteht im Wert der Entscheidung, die anhand dieser Messung getroffen werden kann
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Hartsteinbett: für eine sichere Längenmessung
2010-09-13 | Know-how | Skladnikiewitz, Michael ( modified 2010-09-14 | Skladnikiewitz, M. )

Es ist bekannt, dass sich unterschiedliche Materialien auf das Temperaturverhalten und damit auf die Messunsicherheit von Messgeräten auswirken. Bei der Konzeption der ULM-Baureihen wurde dieses berücksichtigt.

Zur Korrektur temperaturbedingter Veränderungen des Messgerätes ist deshalb in der Gerätesoftware EKM-W32/NT ein Korrekturprogramm integriert (Nullpunktstabilisierung). Zusätzlich kann die Temperatur des Messobjektes und eines eventuell verwendeten Normales gemessen und das Messergebnis auf 20°C zurückgeführt werden. Dazu notwendige Temperatursensoren sind im Längenmessgerät eingebaut. Deren Messwerte werden durch ein Temperaturmessgerät ausgewertet und online der Messsoftware EKM-W32/NT übergeben.

Das Temperaturmessgerät und die Temperaturfühler sind Bestandteil der Gerätegrundausrüstung. Dieses Konzept gewährleistet, dass wir in der Summe aller (auch nicht thermischer) Fehlereinflüsse eine Längenmessabweichung von MPEE1 = (0,1+L/2000) μm (Messgerät mit erhöhter Genauigkeit) bzw. MPEE1 = (0,3+L/1500) μm (Messgerät mit Standardgenauigkeit) garantieren können. Dabei brauchen wir die Temperaturbedingungen für den Messraum nicht einmal so weit einzuschränken, wie es einige Hersteller derartiger Geräte tun müssen.

Das frühere Gerät ULM 600 besaß diese intelligente Software nicht. Die dort ergriffenen konstruktiven Maßnahmen zur thermischen Stabilität hatten aber ein Grundbett mit geringer Steifigkeit zur Folge. Die neuen Geräte mit Hartgesteinsbetten weisen diesen Nachteil nicht mehr auf, d.h. sie sind wesentlich stabiler, so dass große Messobjektgewichte bzw. Gewichtsunterschiede zwischen einem Messobjekt und einem Normal keinen bzw. wesentlich geringeren Einfluss auf die Messunsicherheit haben. Der Einsatz der Luftlagertechnik ermöglicht dem Anwender die wesentlich schnellere und einfachere Verschiebung des ABBE-Messelementes und der Gegenpinole und damit letztendlich einen Zeitgewinn. Die Luftlagertechnik lässt sich in Verbindung mit Hartgestein wesentlich ökonomischer realisieren als in Verbindung mit Stahl bzw. Guss.

Der Einsatz von Hartgestein ermöglicht dem Messgerätehersteller, wesentlich schneller bzw. überhaupt erst auf spezielle Kundenanforderung, ökonomisch bezüglich individuellen Grundbettlängen zu reagieren. Hartgestein hat ein günstigeres Dämpfungsverhalten. Damit haben Schwingungen, die von außen auf das Messgerät übertragen werden, wesentlich geringeren Einfluss auf das Messergebnis.

Die Wartungsaufwendungen an Hartgesteinsbetten sind wesentlich geringer, da keine Korrosion auftritt. Hartgestein ist rostsicher und säurebeständig. Hartgestein ist elektrisch nicht leitend und unmagnetisch. Wegen der größeren Härte ist Hartgestein verschleißfester als Stahl. Kleinere Beschädigungen der Führungsflächen von Hartgesteinsbetten haben keinen Einfluss auf die Führungsgenauigkeit, da bedingt durch die Steinstruktur nur kleine Linsen ohne Grat ausplatzen.

Bei Metallbetten sind in diesem Falle kostspielige Reparaturen durch Spezialisten erforderlich. Hartgesteinsbetten beinhalten keine im Material eingeprägten Eigenspannungen. Damit bleibt die Grundbettoberfläche in ihrer Form langzeitstabil. Guss unterliegt trotz entsprechender technologischer Behandlung während der Bearbeitung einem Alterungsprozess und bleibt damit nicht formtreu.

Aufgrund der hohen Steifigkeit und Ebenheit der Hartgesteinsgrundbettoberseite können die durch die Messschlitten nicht abgedeckten Bereiche auch für andere Prüfaufgaben (Temperierung von Messobjekten, Einsatz analog eines Messbalkens bzw. einer Messplatte, ....) verwendet werden.

Zusammenfassend wird ersichtlich, dass bei Berücksichtigung der dem Hartgestein innewohnenden physikalischen Eigenschaften bei der Gerätekonstruktion eine Vielzahl von Gründen für den Einsatz auch bei Universallängenmessgerät spricht.

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