Wellen-Messung im Produktionsprozess
2010-10-25 | Applikationen | Skladnikiewitz, M. ( modified 2010-10-25 | Skladnikiewitz, Michael )

Senkt den Ausschuss und den Personaleinsatz: Inline-Messung von Wellen mit Mahr-Messtechnik.

Moderne Wellenfertigung integriert die Qualitätssichung in den automatisierten Produktionsprozess. Mahr hat bei einem Traktoren- und Landtechnikhersteller das Wellenmessgerät „MarShaft CNC“ in eine vollautomatisierte Fertigungszelle integriert. Bearbeitungmaschinen und der Wellenmessplatz korrespondieren miteinander. So können Qualitätsabweichung in der Produktion umgehend korrigiert werden. Der Nutzen der Inline-Messung für Traktorenhersteller: Höchste Qualität der Wellen, minimaler Personaleinsatz – und damit auch Optimierung der Kosten.

Zeitgemäße Qualitätssicherung mit Messmaschinen findet in Fertigungsbetrieben immer öfter automatisiert in der Produktion direkt in den Bearbeitungszentren statt („Inline-Messung“) oder unmittelbar nach der Fertigstellung von Werkstücken („Messen im Postprozess“). Jetzt hat der ein Landtechnikhersteller eine Fertigungszelle für Wellen in Betrieb genommen, in der die Produktion und die Qualitätssicherung mit einem Mahr-Messplatz vereint sind. Die integrierte Messmaschine ist der taktil messende Wellenmessplatz „MarShaft CNC“. Die Messmaschine überprüft nach jedem der beiden Bearbeitungsschritte alle wichtigen Merkmale der Werkstücke, die für die Regelung des Fertigungsprozesses relevant sind. Zudem berechnet sie die Korrekturdaten und sendet diese an das entsprechende Bearbeitungszentrum.

Für das Handling der Rohlinge und Werkstücke innerhalb der Fertigungszelle ist ein Roboter zuständig. Ein Greiferarm entnimmt die Wellen der jeweiligen Bearbeitungsmaschine, setzt sie automatisch in die Messmaschine und entnimmt die Werkstücke nach der erfolgreichen Messung automatisch.

Die gesamte Wellenproduktion dieser Fertigungszelle inklusive der Qualitätssicherung am Mahr-Messplatz arbeitet ohne Bediener zuverlässig und korrigiert sich selbst. Somit werden auch alle bedienerabhängigen Fehler bei der Herstellung und beim Messvorgang vermieden und Maschinenstillstandzeiten reduzierten. Der Vorteil dieser „personenlosen“ aber sehr effektiven Fertigungszelle für den Produzenten und seine Kunden: Höchste Qualität bei den Wellen! 

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2010-10-25 12:55 | Peter Schmuck
1. Mit wieviel Zeitersparniss für das Handling rechnen Sie grob, wenn Sie Inline messen?
2. Sind Schwingungen der Fertigungsmaschinen ein Problem beim Messen?
2010-10-26 17:04 | Thomas Köhler - Mahr
Die Kosten-/Nutzenrechnung teilt sich eigentlich in 2 Bereiche auf.

1. Einsatz von einem flexiblen Wellenmessgerät statt Prüfvorrichtungen. In der klassischen Fertigung werden sehr oft Prüfvorrichtungen eingesetzt.
Diese Vorrichtungen sind Einzwecklösung und daher sehr unflexibel. Rechnet man Anschaffung, laufende Kosten, Flexibilität, Wartungskosten und Lebensdauer für beide Systeme gegen, dann ergibt sich eine Einsparung über die gesamte Lebensdauer von über 30 Prozent wenn das flexible Wellenmessgerät eingesetzt wird.

2. Vollautomatische Inlinemessung
Das beschriebene Wellenmessgerät von Mahr ist konstruktiv so ausgelegt, dass weder Bodenschwingungen noch Temperaturänderungen einen Einfluss auf die Messgenauigkeit haben und kann direkt neben der Bearbeitungsmaschine aufgestellt werden. Durch die Vollautomatisierung gibt es absolut keinen Bedienereinfluss mehr. Schnelle Rückmeldung zur Bearbeitungsmaschine reduziert Ausschuss. Das System arbeitet 24h/Tag, 7 Tage die Woche. Die gesamte Messzeit (inkl. Be- und Entladung) für ein Werkstück reduziert sich um ca. 60 Prozent.

Berechnungen haben ergeben, dass sich die Mehrkosten der automatischen Beladung innerhalb von nur 15 Monaten amortisiert haben.
2010-10-25 11:22 | Bernd Neumann
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist dieses Messkonzept spannend: Senkung der Prozesskosten und gleichzeitig Steigerung der Qualitätssicherheit! Betriebswirtschaftlich rechnet sich dies doppelt. So bringt moderne Messtechnik einen genau passenden Beitrag zur aktuellen Wirtschaftssituation. Mich würde mal interessieren, wie schnell sich dieser Messplatz von den Kosten amortisiert.
2010-10-25 12:02 | Jürgen Grabinger
Da jetzt, wie in vielen anderen Unternehmen auch, die Budgets gerechnet werden, würde mich eine Amortisierungsberechnung auch interessieren.
2010-10-25 11:04 | Jürgen Grabinger
Das ist der richtige Weg. Messtechnik muss tiefer in den Frtigungsprozess integriert werden. Dafür benötigen wir in der Produktion Messgeräte, die einfach zu bedienen sind und auch in einem rauen Umfeld exakte Messergebnisse liefern. Wenn dies dann auch noch vollautomatisierbar ist, wie bei Mahr, prima, damit werde ich mich dann einmal genauer auseinandersetzten.
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