
Messung von Welligkeit und Profil an geläppten Pumpenplatten.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Bauteile in der Fahrzeugtechnik und im Maschinenbau und die damit erforderliche Fokussierung auf Energie einsparende Faktoren hat wesentliche Konsequenzen bei der Dimensionierung der Oberflächenkenngrößen. Das Zusammenwirken von zwei oder mehreren Komponenten hat einen entscheidenden Einfluss auf den Wirkungsgrad einer Maschine.
Reibungswerte, Gleiteigenschaften, tribologisches Verhalten, Dichtheiten und Abnutzungsverhalten sind wichtige Grundeigenschaften, die es zu fertigen und natürlich auch zu messen gilt. Neben der Messung im Messraum, die im Wesentlichen zur Erstvermessung oder der Gebrauchtmusterprüfung dient, ist der Bedarf der Prüfung in der Produktion in Maschinennähe deutlich gestiegen. Hierbei ergibt sich der Anspruch zum einen, mobil zu sein, zum anderen möchte man mit diesem mobilen Oberflächenmessgerät die gleichen Parameter ermitteln wie im Labor. Mahr bietet dafür das Messgerät MarSurf M 400.
Typische Rautiefenkenngrößen werden oft mit so genannten Kufentastsystemen gemessen und ausgewertet. Für Bauteile, die neben den Rauheitsparametern aber auch Welligkeitskenngrößen und Primärkenngrößen benötigen, ist eine Freiabtastung erforderlich. Im Gegensatz zu einem Kufentastsystem kann hier das Primärprofil und das Welligkeitsprofil erfasst werden.

Die 3 unterschiedlichen Profiltypen P-, W-, R- Profil
Die P- bzw. W- Kenngrößen werden ausgewertet, wenn Forderungen auf Dichtheiten an die Kontaktflächen gestellt werden wie z.B. auf der Zylinderkopffläche eines Verbrennungsmotors. Der Pt-Wert wird oft angewandt, wenn die zur Verfügung stehende Messfläche sehr kurz ist und eine Kufenabtastung zu viel Platz benötigt. In Kombination mit dem Freitastsystem lassen sich Messaufgaben lösen, die sonst nicht messbar sind.
Im Wesentlichen werden Freiabtastungen mit stationären Geräten durchgeführt. Mobilität und Flexibilität zeichnen sich aber gerade im Produktionsbereich besonders aus. Oft stört eine Kabelverbindung zwischen dem Auswertegerät und der Vorschubeinrichtung mit dem Taster. Eine Bluetooth Verbindung, die bislang einzigartig im Bereich der Oberflächenmesstechnik ist, bietet einen unkomplizierten Messaufbau ohne störendes Kabel. Bei Bedarf kann gleichfalls eine Kabelverbindung verwendet werden.
Das schnelles und einfache Wechseln der Tastarme ermöglicht in Sekunden die Umrüstung auf andere Tastarme, mit denen andere Messaufgaben abgedeckt werden ( z.B. Messung in kleinen Bohrungen ab einem Durchmesser von 0,9 mm, Messung in Nuten mit abgewinkelten Tastarm...).
Der Zeitbedarf für die Messungen spielt besonders im Produktionsbereich eine entscheidende Rolle. Gerade durch die messtechnische Notwendigkeit einer Freiabtastung wird üblicherweise ein erheblicher Zeitbedarf für die Justage und "Nullpositionierung" des Tasters benötigt. Das MarSurf M 400 justiert den Taster in sekundenschnelle automatisch in die erforderliche Nulllage, ohne Einfluss des Bedieners. Tastgeschwindigkeiten die doppelt so schnell sind wie üblich, tragen weiterhin zur schnellen Messung bei. Das brillante Farbdisplay mit eindeutigen Bediensymbolen hilft auch den ungeübten Bediener ohne Vorkenntnisse in kurzer Zeit zum Ziel zu kommen.
Farbdisplay mit Bediensymbolen.
Messaufgabe: Wellenmessung in Überkopflage.

Kleiner stationärer Messplatz.
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