
Mobiles Messen in der Fertigung wird immer wichtiger: Im Workflow wird kostbare Zeit gespart und zugleich können auch große, nicht transportable Werkstücke vermessen werden. Der Göttinger Mess-Spezialist Mahr bietet für diese Marktanforderung das mobile Rautiefenmessgerät MarSurf PS1. Das nur handygroße Oberflächen-Messgerät vereint Taster, Vorschub- und Auswerteeinheit mit einem integrierten Kalibriernormal.
Rautiefenmessung in der Fertigung fordert immer öfter immer mehr Leistung – selbst bei kleinen mobilen Messgeräten. Dabei soll die Bedienbarkeit so einfach wie möglich sein, da oft nicht der Qualitätsmitarbeiter, sondern der Produktionsmitarbeiter an der Maschine das Messgerät bedient. Für diese Marktanforderung bietet Mahr sein mobiles Rauheitsmessgerät MarSurf PS1. Mit diesem handlichen Messgerät hat der Nutzer bei der Rauheitsmessung alles in einer Hand: Neben den direkt anwählbaren Parametern „Arithmetischer Mittelrauwert (Ra)“ und „Mittlere Rautiefe (Rz)“ kann er mit einem Klick mehr als 20 Kenngrößen abrufen. Das kleine aber leistungsfähige MarSurf PS1 zeigt, dass heutzutage auch ein Messgerät der untersten Preisklasse kaum Wünsche offen lässt.
Messbereich von 350 μm
Das nur 400 Gramm schwere Rauheitsmessgerät ist durch die Mobilität besonders für Betriebe der Metallverarbeitung interessant – egal, ob in der Automobilindustrie, dem Schiffsbau, der Luftfahrttechnik oder dem Großmaschinen- und Werkzeugbau. Eingesetzt wird es genauso an der Bearbeitungsmaschine wie bei der Wareneingangskontrolle. Problemlos können beispielsweise die Oberflächen nichttransportabler, mannshoher Schiffschraubenblätter und großer Turbinenlamellen überprüft werden. Der große Messbereich von 350 μm ist so angelegt, dass sogar sandgestrahlte Oberflächen gemessen werden können. Mit einer Messkraft von nur 0,7 mN setzt der Tastarm des PS1 in puncto Tastkraft Maßstäbe. Innovativ ist das integrierte und patentierte Raunormal, so dass kein externes Kalibrieren mehr nötig ist.
Flexibel dank unterschiedlicher Taster
Unterschiedliche Taster machen das handliche Messgerät zudem sehr flexibel. So gibt es beispielsweise einen Taster mit dem in Bohrungen mit einem Durchmesser von nur 3 mm gemessen werden kann. Ein anderes Beispiel: Oberflächenmessung an Werkstücken, die sich noch im Fertigungsprozess befinden, fordern besondere Hilfsmittel zur Lösung der Messaufgabe. Solche Aufgaben sind z.B. Querabtastungen an Kurbel- oder Nockenwellen. Die Oberfläche der Lager- und Hubzapfen einer Kurbelwelle lässt sich problemlos mit dem Queradapter messen. Mit dem MarSurf PS1 und dem Prismenaufsatz sowie zwei verschiedenen Aufsätzen bestimmt der Mitarbeiter bei der Qualitätssicherung schnell und einfach die Rauheit.
Häufig im Einsatz ist das MarSurf PS1 in der Blechindustrie. Denn die Rautiefenstruktur auf Blechoberflächen hat erheblichen Einfluss auf die Verformbarkeit bzw. den Verformungsprozess. In gleicher Weise spielt beim Lackieren oder Beschichten von Blechen die Oberflächenbeschaffenheit eine große Rolle. Die Messungen erfolgen in der Regel direkt auf dem Blech oder auf der Walze, deren Oberflächenstruktur sich auf dem Blech abbildet. Hierfür hat Mahr den Zweikufentaster PT 150 entwickelt. Dieser Taster ist in der Norm DIN EN 10049 (SEP) beschrieben. Insbesondere wird er zur Ermittlung der Rauheitsgrößen von kaltgewalzten Flacherzeugnissen z.B. Blechen empfohlen. Durch den pendelnd aufgehängten Kopf richtet sich der Taster selbsttätig zur Oberfläche aus.

MarSurf PS1 mit Queradapter für das Messen im 45-Grad-Winkel sowie PS1 mit Zweikufentaster gemäß DIN EN 10049 (SEP)
Darstellung der Profile und Ergebnisse am PC
Bis zu 20.000 Ergebnissen und bis zu 15 Profilen werden im MarSurf PS1 ausgewertet und mittels der USB-Schnittstelle an den PC übertragen. Dort können die Daten dokumentiert, protokolliert und separat auf einem beliebigen Verzeichnis gespeichert werden. Der Bediener kann 500 mal messen, ohne das Gerät wieder aufladen zu müssen. Selbst im Falle der notwendigen Aufladung ist das Gerät bereits nach einer Stunde wieder einsatzbereit. Das bedeutet kurze Ausfallzeiten für den Messbetrieb
Das Pocket-Messgerät ist ohne aufwendige Schulung einfach zu benutzen. Die Tasten sind so positioniert, dass sie sowohl für Links- wie Rechtshänder leicht zu bedienen sind. Dank einer Sprachauswahl von 14 Sprachen – davon drei asiatischen Sprachen – kann das MarSurf PS1 weltweit eingesetzt werden.

Perfekte Dokumentation: Darstellung der Profile und Ergebnisse am PC.