Mahr
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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
DE

Allgemeine Verkaufs- und Lieferbedingungen
einschließlich Lizenzbedingungen zur Überlassung von Standardsoftware
der Mahr GmbH

 

I. Allgemeine Verkaufs- und Lieferbedingungen

§ 1 Allgemeines, Geltungsbereich


(1) Die vorliegenden Allgemeinen Verkaufs- und Lieferbedingungen (VLB) gelten für alle
unsere Geschäftsbeziehungen mit unseren Kunden („Käufer“). Die VLB gelten nur, wenn der
Käufer Unternehmer (§ 14 BGB), eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine
öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(2) Die VLB gelten insbesondere für Verträge über den Verkauf und/oder die Lieferung
beweglicher Sachen („Waren“), ohne Rücksicht darauf, ob wir die Waren selbst herstellen oder
bei Zulieferern einkaufen (§§ 433, 651 BGB). Sofern nichts anderes vereinbart, gelten die VLB in
der zum Zeitpunkt der Bestellung des Käufers gültigen bzw. jedenfalls in der ihm zuletzt in
Textform mitgeteilten Fassung als Rahmenvereinbarung auch für gleichartige künftige Verträge,
ohne dass wir in jedem Einzelfall wieder auf sie hinweisen müssten.

(3) Unsere VLB gelten ausschließlich. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende
Allgemeine Geschäftsbedingungen des Käufers werden nur dann und insoweit
Vertragsbestandteil, als wir ihrer Geltung ausdrücklich zugestimmt haben. Dieses
Zustimmungserfordernis gilt in jedem Fall, beispielsweise auch dann, wenn wir in Kenntnis der
AGB des Käufers die Lieferung an ihn vorbehaltslos ausführen.

(4) Im Einzelfall getroffene, individuelle Vereinbarungen mit dem Käufer (einschließlich
Nebenabreden, Ergänzungen und Änderungen) haben in jedem Fall Vorrang vor diesen VLB. Für
den Inhalt derartiger Vereinbarungen ist, vorbehaltlich des Gegenbeweises, ein schriftlicher
Vertrag bzw. unsere schriftliche Bestätigung maßgebend.

(5) Rechtserhebliche Erklärungen und Anzeigen, die nach Vertragsschluss vom Käufer uns
gegenüber abzugeben sind (z.B. Fristsetzungen, Mängelanzeigen, Erklärung von Rücktritt oder
Minderung), bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform.

(6) Soweit geschäftsnotwendig, sind wir befugt, die Daten des Käufers im Rahmen der
Datenschutzgesetze per EDV zu speichern und zu verarbeiten.

§ 2 Vertragserklärungen

(1) Unser Produkt- und Leistungsangebot ist freibleibend. Dies gilt auch, wenn wir dem Käufer
Kataloge, technische Dokumentationen (z.B. Zeichnungen, Pläne, Berechnungen, Kalkulationen,
Verweisungen auf DIN-Normen), sonstige Produktbeschreibungen oder Unterlagen – auch in
elektronischer Form – überlassen haben an denen wir uns Eigentums- und Urheberrechte
vorbehalten.

(2) Die Bestellung der Ware durch den Käufer gilt als verbindliches Vertragsangebot. Sofern
sich aus der Bestellung nichts anderes ergibt, sind wir berechtigt, dieses Vertragsangebot
innerhalb von 2 Wochen nach seinem Zugang bei uns anzunehmen.

(3) Die Annahme kann entweder schriftlich (z.B. durch Auftragsbestätigung) oder durch
Auslieferung der Ware an den Käufer erklärt werden.

§ 3 Lieferung, Gefahrübergang, Annahmeverzug, Teilleistungen

(1) Die Lieferung erfolgt „ab Werk“ (EXW Incoterms 2010), wo auch der Erfüllungsort für die
Lieferung und eine etwaige Nacherfüllung ist. Auf Verlangen und Kosten des Käufers wird die
Ware an einen anderen Bestimmungsort versandt (Versendungskauf). Soweit nicht etwas anderes
vereinbart ist, sind wir berechtigt, die Art der Versendung (insbesondere Transportunternehmen,
Versandweg, Verpackung) selbst zu bestimmen.

(2) Die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware geht
spätestens mit der Übergabe auf den Käufer über. Beim Versendungskauf geht jedoch die Gefahr
des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung der Ware sowie die
Verzögerungsgefahr bereits mit Auslieferung der Ware an den Spediteur, den Frachtführer oder
der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt über.

(3) Kommt der Käufer in Annahmeverzug, unterlässt er eine Mitwirkungshandlung oder
verzögert sich unsere Lieferung aus anderen, vom Käufer zu vertretenden Gründen, so sind wir
berechtigt, Ersatz des hieraus entstehenden Schadens einschließlich Mehraufwendungen (z.B.
Lagerkosten) zu verlangen.

(4) Bei Abrufaufträgen ist die Ware, wenn nicht etwas anderes vereinbart ist, in ungefähr
gleichen Monatsmengen abzunehmen. Die gesamte Auftragsmenge gilt einen Monat nach Ablauf
der für den Abruf vereinbarten Frist, mangels einer solchen Vereinbarung zwölf Monate nach
Vertragsschluss, als abgerufen. Nimmt der Käufer eine ihm obliegenden Einteilung der bestellten
Waren nicht spätestens innerhalb eines Monats nach Ablauf der für die Einteilung vereinbarten
Frist, mangels einer solchen Vereinbarung nicht spätestens innerhalb eines Monats nach
Aufforderung durch uns vor, dürfen wir die Ware nach unserer Wahl und auf Kosten des Käufers
einteilen und liefern.

(5) Teilleistungen und entsprechende Abrechnungen sind uns gestattet, es sei denn, sie sind
für den Käufer unzumutbar.

§ 4 Höhere Gewalt, Störung der Geschäftsgrundlage, Erfüllungsvorbehalt

Bei höherer Gewalt, die uns selbst oder unseren Vorlieferanten betrifft, ruhen unsere Leistungsund
Lieferpflichten für die Dauer der Störung. Das gleiche gilt bei Energie- oder Rohstoffmangel,
Arbeitskämpfen, behördlichen Verfügungen oder Verkehrs- oder Betriebsstörungen. Tritt eine
wesentliche Veränderung der bei Vertragsschluss bestehenden Verhältnisse ein, in deren Folge uns
ein Festhalten am Vertrag nicht zugemutet werden kann, sind wir zum Rücktritt vom Vertrag
berechtigt. Unsere Vertragserfüllung steht unter dem Vorbehalt, dass wir damit weder
Vorschriften des nationalen und internationalen Außenwirtschaftsrechts verletzen noch gegen
Sanktionen oder Embargos verstoßen.

§ 5 Lieferfrist und Lieferverzug

(1) Die Lieferfrist wird individuell vereinbart bzw. von uns bei Annahme der Bestellung
angegeben.

(2) Der Beginn der von uns angegebenen Liefer- oder Leistungszeit setzt die Abklärung aller
technischen Fragen sowie die rechtzeitige und ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen
des Käufers voraus.

(3) Sofern wir verbindliche Lieferfristen aus Gründen, die wir nicht zu vertreten haben, nicht
einhalten können (Nichtverfügbarkeit der Leistung), werden wir den Käufer hierüber
unverzüglich informieren und gleichzeitig die voraussichtliche, neue Lieferfrist mitteilen. Ist die
Leistung auch innerhalb der neuen Lieferfrist nicht verfügbar, sind wir berechtigt, ganz oder
teilweise vom Vertrag zurückzutreten; eine bereits erbrachte Gegenleistung des Käufers werden
wir unverzüglich erstatten. Als Fall der Nichtverfügbarkeit der Leistung in diesem Sinne gilt
insbesondere auch die nicht rechtzeitige Selbstbelieferung durch unseren Zulieferer, wenn wir ein
kongruentes Deckungsgeschäft abgeschlossen haben, weder uns noch unseren Zulieferer ein
Verschulden trifft oder wir im Einzelfall zur Beschaffung nicht verpflichtet sind.

(4) Wird ein vereinbarter Liefer- oder Leistungstermin aus von uns zu vertretenden Gründen
überschritten, so hat uns der Käufer schriftlich eine angemessene Nachfrist zur Lieferung oder
Leistung zu setzen. Diese Nachfrist beträgt mindestens fünf Wochen. Erfolgt die Lieferung oder
Leistung nach Ablauf der Nachfrist nicht und will der Käufer deswegen vom Vertrag zurücktreten
oder Schadenersatz statt der Leistung verlangen, ist er verpflichtet, uns dies zuvor ausdrücklich
schriftlich unter Setzung einer angemessenen weiteren Nachfrist unter Aufforderung zur
Lieferung oder Leistung anzuzeigen. Der Käufer ist verpflichtet, auf unser Verlangen innerhalb
einer angemessenen Frist zu erklären, ob er wegen der Verzögerung der Lieferung oder Leistung
vom Vertrag zurücktritt und/oder Schadensersatz statt der Leistung verlangt oder auf der
Lieferung bzw. Leistung besteht.

(5) Die Rechte des Käufers gem. § 9 dieser VLB und unsere gesetzlichen Rechte, insbesondere
bei einem Ausschluss der Leistungspflicht (z.B. aufgrund Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der
Leistung und/oder Nacherfüllung), bleiben unberührt.

§ 6 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Unsere Preise gelten „ab Werk“ (EXW Incoterms 2010). In unseren Preisen sind – soweit
nichts anderes vereinbart – die Kosten für Verpackung, Versicherung, Fracht und Umsatzsteuer
nicht enthalten. Haben wir die Aufstellung oder Montage übernommen und ist nicht etwas
anderes vereinbart, so trägt der Käufer neben der vereinbarten Vergütung alle erforderlichen
Nebenkosten wie Reisekosten, Kosten für den Transport des Handwerkzeugs und des persönlichen
Gepäcks sowie Auslösungen.

(2) Beim Versendungskauf trägt der Käufer die Transportkosten ab Lager und die Kosten einer
ggf. vom Käufer gewünschten Transportversicherung. Etwaige Zölle, Gebühren, Steuern und
sonstige öffentliche Abgaben trägt der Käufer.

(3) Der Kaufpreis ist fällig und zu zahlen innerhalb von 30 Tagen ab Rechnungsstellung und
Lieferung. Wir sind jedoch, auch im Rahmen einer laufenden Geschäftsbeziehung, jederzeit
berechtigt, eine Lieferung ganz oder teilweise nur gegen Vorkasse durchzuführen. Einen
entsprechenden Vorbehalt erklären wir spätestens mit der Auftragsbestätigung.

(4) Mit Ablauf vorstehender Zahlungsfrist kommt der Käufer in Verzug. Der Kaufpreis ist
während des Verzugs zum jeweils geltenden gesetzlichen Verzugszinssatz zu verzinsen. Wir
behalten uns die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens vor. Gegenüber
Kaufleuten bleibt unser Anspruch auf den kaufmännischen Fälligkeitszins (§ 353 HGB) unberührt.

(5) Dem Käufer stehen Aufrechnungs- oder Zurückbehaltungsrechte nur insoweit zu, als sein
Anspruch rechtskräftig festgestellt oder unbestritten ist. Bei Mängeln der Lieferung bleiben die
Gegenrechte des Käufers insbesondere gemäß § 8 (6) Satz 2 unberührt.

(6) Liegt der Liefer- oder Leistungstermin später als drei Monate nach Vertragsschluss, sind wir
berechtigt, nach rechtzeitiger Benachrichtigung des Käufers und vor Auslieferung oder
Ausführung, den bei Vertragsabschluss vereinbarten Preis der Ware oder Leistung einschließlich
des Transports in dem Umfang anzupassen, wie es aufgrund der außerhalb unserer Kontrolle
liegenden Kostenentwicklung (z. B. Vorleistungskosten, Wechselkursschwankungen, Zoll und
Gebührenänderungen) angemessen ist. Bei Rahmenverträgen, die Preisvereinbarungen enthalten,
beginnt die Dreimonatsfrist mit Abschluss des Rahmenvertrages.

§ 7 Eigentumsvorbehalt

(1) Bis zur vollständigen Bezahlung aller unserer gegenwärtigen und künftigen Forderungen
aus dem Kaufvertrag und einer laufenden Geschäftsbeziehung (gesicherte Forderungen) behalten
wir uns das Eigentum an den verkauften Waren vor.

(2) Die unter Eigentumsvorbehalt stehenden Waren dürfen vor vollständiger Bezahlung der
gesicherten Forderungen weder an Dritte verpfändet, noch zur Sicherheit übereignet werden. Der
Käufer hat uns unverzüglich in Textform zu benachrichtigen, wenn ein Antrag auf Eröffnung eines
Insolvenzverfahrens gestellt oder soweit Zugriffe Dritter (z.B. Pfändungen) auf die uns
gehörenden Waren erfolgen.

(3) Bei vertragswidrigem Verhalten des Käufers, insbesondere bei Nichtzahlung des fälligen
Kaufpreises, sind wir berechtigt, nach den gesetzlichen Vorschriften vom Vertrag zurückzutreten
und die Ware auf Grund des Eigentumsvorbehalts und des Rücktritts herauszuverlangen. Zahlt der
Käufer den fälligen Kaufpreis nicht, dürfen wir diese Rechte nur geltend machen, wenn wir dem
Käufer zuvor erfolglos eine angemessene Frist zur Zahlung gesetzt haben oder eine derartige
Fristsetzung nach den gesetzlichen Vorschriften entbehrlich ist.

(4) Der Käufer ist bis auf Widerruf gemäß unten (c.) befugt, die unter Eigentumsvorbehalt
stehenden Waren im ordnungsgemäßen Geschäftsgang weiter zu veräußern und/oder zu
verarbeiten. In diesem Fall gelten ergänzend die nachfolgenden Bestimmungen.

(a) Der Eigentumsvorbehalt erstreckt sich auf die durch Verarbeitung, Vermischung
oder Verbindung unserer Waren entstehenden Erzeugnisse zu deren vollem Wert, wobei
wir als Hersteller gelten. Bleibt bei einer Verarbeitung, Vermischung oder Verbindung mit
Waren Dritter deren Eigentumsrecht bestehen, so erwerben wir Miteigentum im Verhältnis
der Rechnungswerte der verarbeiteten, vermischten oder verbundenen Waren. Im Übrigen
gilt für das entstehende Erzeugnis das Gleiche wie für die unter Eigentumsvorbehalt
gelieferte Ware.

(b) Die aus dem Weiterverkauf der Ware oder des Erzeugnisses entstehenden
Forderungen gegen Dritte tritt der Käufer schon jetzt insgesamt bzw. in Höhe unseres
etwaigen Miteigentumsanteils gemäß vorstehendem Absatz zur Sicherheit an uns ab. Wir
nehmen die Abtretung an. Die in § 5 (2) genannten Pflichten des Käufers gelten auch in
Ansehung der abgetretenen Forderungen.

(c) Zur Einziehung der Forderung bleibt der Käufer neben uns ermächtigt. Wir
verpflichten uns, die Forderung nicht einzuziehen, solange der Käufer seinen
Zahlungsverpflichtungen uns gegenüber nachkommt, kein Mangel seiner
Leistungsfähigkeit vorliegt und wir den Eigentumsvorbehalt nicht durch Ausübung eines
Rechts gemäß § 5 (3) geltend machen. Ist dies aber der Fall, so können wir verlangen, dass
der Käufer uns die abgetretenen Forderungen und deren Schuldner bekannt gibt, alle zum
Einzug erforderlichen Angaben macht, die dazugehörigen Unterlagen aushändigt und den
Schuldnern (Dritten) die Abtretung mitteilt. Außerdem sind wir in diesem Fall berechtigt,
die Befugnis des Käufers zur weiteren Veräußerung und Verarbeitung der unter
Eigentumsvorbehalt stehenden Waren zu widerrufen.

(d) Übersteigt der realisierbare Wert der Sicherheiten unsere Forderungen um mehr
als 10%, werden wir auf Verlangen des Käufers Sicherheiten nach unserer Wahl freigeben.

(5) Sofern die oben genannten Eigentumsvorbehaltsklauseln in dem Land, in dem sich die Ware
befindet, unwirksam oder nicht durchsetzbar sind, gilt die dort entsprechende Sicherheit als
vereinbart.

§ 8 Mängelansprüche des Käufers (außer Software)

(1) Die von uns gelieferten Produkte entsprechen den geltenden deutschen Bestimmungen
und Standards. Für die Einhaltung anderer nationaler Bestimmungen übernehmen wir keine
Gewähr. Der Käufer verpflichtet sich, bei Verwendung der Produkte im Ausland, die Konformität
der Produkte mit den maßgeblichen Rechtsordnungen und Standards selbst zu überprüfen und
ggf. Anpassungen vorzunehmen.

(2) Für die Rechte des Käufers bei Sach- und Rechtsmängeln (einschließlich Falsch- und
Minderlieferung sowie unsachgemäßer Montage oder mangelhafter Montageanleitung) gelten
die gesetzlichen Vorschriften, soweit nachfolgend nichts anderes bestimmt ist.

(3) Die Mängelansprüche des Käufers setzen voraus, dass er seinen gesetzlichen
Untersuchungs- und Rügepflichten (§§ 377, 381 HGB) nachgekommen ist. Zeigt sich bei der
Untersuchung oder später ein Mangel, so ist uns hiervon unverzüglich, jedenfalls aber innerhalb
einer Woche in Textform Anzeige zu machen. Zur Erhaltung der Rechte genügt die rechtzeitige
Absendung der Anzeige. Unabhängig von dieser Untersuchungs- und Rügepflicht hat der Käufer
offensichtliche Mängel (einschließlich Falsch- und Minderlieferung) unverzüglich, jedenfalls aber
innerhalb einer Woche in Textform anzuzeigen, wobei auch hier zur Fristwahrung die rechtzeitige
Absendung der Anzeige genügt. Versäumt der Käufer die ordnungsgemäße Untersuchung
und/oder Mängelanzeige, ist unsere Haftung für den nicht angezeigten Mangel ausgeschlossen.

(4) Ist die gelieferte Sache mangelhaft, werden wir nach unserer Wahl nachliefern oder
nachbessern (Nacherfüllung). Hierzu hat der Käufer uns Gelegenheit innerhalb angemessener Frist
von mindestens 15 Arbeitstagen zu gewähren. Der Käufer hat uns die beanstandete Ware zu
Prüfungszwecken zu übergeben. Im Falle der Ersatzlieferung hat uns der Käufer die mangelhafte
Sache nach den gesetzlichen Vorschriften zurückzugeben. Die Nacherfüllung beinhaltet weder
den Ausbau der mangelhaften Sache noch den erneuten Einbau, wenn wir ursprünglich nicht zum
Einbau verpflichtet waren.

(5) Die zum Zweck der Prüfung und Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen,
insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten sowie ggf. Ausbau- und
Einbaukosten tragen bzw. erstatten wir nach Maßgabe der gesetzlichen Regelung, wenn
tatsächlich ein Mangel vorliegt, sofern die Aufwendungen sich nicht dadurch erhöhen, dass der
Gegenstand der Lieferung nachträglich an einen anderen Ort als den ursprünglichen Lieferort
verbracht worden ist, es sei denn, die Verbringung entspricht seinem bestimmungsgemäßen
Gebrauch. Liegt tatsächlich kein Mangel vor, können wir vom Käufer die aus dem unberechtigten
Mangelbeseitigungsverlangen entstandenen Kosten (insbesondere Prüf- und Transportkosten)
ersetzt verlangen, es sei denn, die fehlende Mangelhaftigkeit war für den Käufer nicht erkennbar.

(6) Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der Käufer die Vergütung mindern oder vom Vertrag
zurücktreten. Der Rücktritt ist allerdings nur zulässig, wenn der Kunde uns dies zuvor ausdrücklich
in Textform mit einer angemessenen weiteren Nachfrist androht. Bei einem unerheblichen Mangel
besteht kein Rücktrittsrecht.

(7) Ansprüche des Käufers auf Schadensersatz bzw. Ersatz vergeblicher Aufwendungen
bestehen auch bei Mängeln nur nach Maßgabe von § 9 und sind im Übrigen ausgeschlossen.
§ 9 Sonstige Haftung

(1) Soweit sich aus diesen VLB einschließlich der nachfolgenden Bestimmungen nichts anderes
ergibt, haften wir bei einer Verletzung von vertraglichen und außervertraglichen Pflichten nach
den gesetzlichen Vorschriften.

(2) Auf Schadensersatz haften wir – gleich aus welchem Rechtsgrund – im Rahmen der
Verschuldenshaftung bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haften
wir nach gesetzlichen Vorschriften wie folgt:

(a) für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,

(b) für Schäden aus der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Verpflichtung,
deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht
und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertraut und vertrauen darf); in
diesem Fall ist unsere Haftung jedoch auf den Ersatz des vorhersehbaren, typischerweise
eintretenden Schadens begrenzt.

(c) in allen übrigen Fällen nicht für Schäden, die nicht an der Ware selbst entstanden
sind, insbesondere nicht für entgangenen Gewinn oder sonstige Vermögensschäden des
Käufers.

(3) Die sich aus § 9 (2) ergebenden Haftungsbeschränkungen gelten auch bei
Pflichtverletzungen durch bzw. zugunsten von Personen, deren Verschulden wir nach gesetzlichen
Vorschriften zu vertreten haben. Sie gelten nicht, soweit wir eine Garantie für die Beschaffenheit
der Ware übernommen haben und für Ansprüche des Käufers nach dem Produkthaftungsgesetz.

(4) Wegen einer Pflichtverletzung, die nicht in einem Mangel besteht, kann der Käufer nur
zurücktreten oder kündigen, wenn wir die Pflichtverletzung zu vertreten haben. Rücktritt oder
Kündigung müssen schriftlich erklärt werden, wobei die Schriftform durch Email und Telefax nicht
gewahrt wird. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Voraussetzungen und Rechtsfolgen.

(5) Für Ansprüche des Käufers auf Ersatz vergeblicher Aufwendungen gelten die
vorgenannten Regelungen entsprechend.

§ 10 Verjährung

Die Verjährungsfrist für Ansprüche wegen Mängeln unserer Lieferungen und Leistungen sowie für
Ansprüche wegen unserer Schadensersatzhaftung beträgt ein Jahr ab Ablieferung ggfs. ab
Abnahme. Dies gilt nicht, soweit längere Fristen gesetzlich vorgeschrieben sind sowie in Fällen der
Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, bei einer vorsätzlichen oder grob
fahrlässigen Pflichtverletzung unsererseits und bei Schadensersatzansprüchen nach dem
Produkthaftungsgesetz.

§ 11 Gewerbliche Schutzrechte, Urheberrechte

(1) Mit der Erbringung unserer Lieferungen und Leistungen ist grundsätzlich keine Übertragung
von Nutzungsrechten an uns zustehenden gewerblichen Schutzrechten oder Urheberrechten
verbunden. Eine solche Übertragung erfolgt nur aufgrund gesonderter Vereinbarung.

(2) Im Falle von Schutzrechtsverletzungen sind wir berechtigt, nach unserer Wahl die
erforderlichen Schutzrechte innerhalb angemessener Frist einzuholen oder dem Käufer eine
zulässige Alternativlösung zu liefern.

§ 12 Materialbeistellungen

(1) Sind Materialbeistellungen seitens des Käufers vereinbart, so hat der Käufer das Material
kostenfrei und rechtzeitig in ordnungsgemäßer Qualität beizustellen. Das Gleiche gilt für die für
unsere Leistungserbringung erforderlichen Dokumentationen mit technischen Vorgaben und
Spezifikationen. Beistellungen und Dokumentation verbleiben im Eigentum des Käufers.

(2) Unsere Haftung für Sachmängel, aus Produkthaftung oder Lieferverzug ist ausgeschlossen,
soweit diese zurückzuführen sind auf nicht offensichtlich erkennbar fehlerhafte Beistellungen,
Vorgaben oder Spezifikationen des Käufers oder auf verspätete Beistellungen trotz rechtzeitiger
Anforderung. Der gleiche Haftungsausschluss gilt, wenn der Käufer uns den Bezug von
Vormaterial nach seinen Spezifikationen und/oder von bestimmten, von ihm ausgewählten
Zulieferern vorgibt, auch wenn wir vereinbarungsgemäß angehalten sind, selbst und auf eigene
Kosten zu bestellen.

§ 13 Durchführung von Montagearbeiten

(1) Sind Montagearbeiten beauftragt, müssen die Montagestellen frei zugänglich sein. Ist dies
nicht der Fall, werden dem Käufer dadurch entstehende Mehrkosten in Rechnung gestellt.

(2) Im Falle der Beauftragung von Montageleistungen sind wir berechtigt, Subunternehmer
einzusetzen.

(3) Der Käufer hat auf seine Kosten alle Erd-, Bau- und sonstigen branchenfremden
Nebenarbeiten einschließlich der dazu benötigten Fach- und Hilfskräfte, Baustoffe und
Werkzeuge, die zur Montage und Inbetriebsetzung erforderlichen Bedarfsgegenstände und -
stoffe wie Gerüste, Hebezeuge und andere Vorrichtungen, Brennstoffe und Schmiermittel sowie
Energie und Wasser an der Verwendungsstelle einschließlich der Anschlüsse, Heizung und
Beleuchtung zu übernehmen und rechtzeitig zu stellen.

(4) Der Käufer hat bei der Montagestelle Sorge zu tragen für die Aufbewahrung der
Maschinenteile, Apparaturen, Materialien, Werkzeuge usw. Er ist verpflichtet, hierfür ausreichend
große, geeignete, trockene und verschließbare Räume und für das Montagepersonal
angemessene Arbeits- und Aufenthaltsräume einschließlich angemessener sanitärer Anlagen
bereit zu stellen. Im Übrigen hat der Käufer unser Eigentum sowie unser Montagepersonal
bestmöglich zu schützen und zu behandeln.

(5) Schutzkleidung und Schutzvorrichtungen, die infolge besonderer Umstände der
Montagestelle erforderlich sind, sind vom Käufer zu stellen.

(6) Vor Beginn der Montagearbeiten hat der Käufer die nötigen Angaben über die Lage
verdeckt geführter Strom-, Gas-, Wasserleitungen oder ähnlicher Anlagen sowie die erforderlichen
statischen Angaben unaufgefordert zur Verfügung zu stellen.

(7) Vor Beginn der Aufstellung oder Montage müssen sich die für die Aufnahme der Arbeiten
erforderlichen Beistellungen und Gegenstände an der Aufstellungs- oder Mon- tagestelle
befinden und alle Vorarbeiten vor Beginn des Aufbaues soweit fortgeschritten sein, dass die
Aufstellung oder Montage vereinbarungsgemäß begonnen und ohne Unterbrechung
durchgeführt werden kann. Anfahrwege und der Aufstellungs- oder Montageplatz müssen
geebnet und geräumt sein.

(8) Verzögern sich die Aufstellung, Montage oder Abnahme durch nicht von uns zu
vertretende Umstände, so hat der Käufer in angemessenem Umfang die Kosten für Wartezeit und
zusätzlich erforderliche Reisen von uns oder unserem Montagepersonal zu tragen.

(9) Der Käufer hat uns die Dauer der Arbeitszeit des Montagepersonals sowie die Beendigung
der Aufstellung, Montage oder Inbetriebnahme wöchentlich zu bescheinigen.

(10) Zusätzlich benötigtes Material oder zusätzlicher Arbeitsaufwand, der zum Zeitpunkt der
Auftragserteilung noch nicht vorhersehbar war, wird – sofern nicht anders vereinbart – gesondert
berechnet.

§ 14 Abnahme von Werkleistungen

(1) Ist bei Werkleistungen eine Abnahme vereinbart, sind wir nach der Fertigstellung -
gegebenenfalls auch vor Ablauf der vereinbarten Ausführungsfrist – berechtigt, die Abnahme der
Leistung zu verlangen. In diesem Fall hat der Käufer sie binnen 12 Werktagen durchzuführen; eine
andere Frist kann vereinbart werden. Auf Verlangen sind in sich abgeschlossene Teile der Leistung
besonders abzunehmen. Die Abnahme kann nur wegen wesentlicher Mängel bis zur Beseitigung
verweigert werden.

(2) Wird keine Abnahme verlangt, so gilt die Leistung als abgenommen mit Ablauf von 12
Werktagen nach schriftlicher Mitteilung über die Fertigstellung der Leistung. Wird keine Abnahme
verlangt und hat der Käufer die Leistung oder einen Teil der Leistung in Benutzung genommen,
so gilt die Abnahme nach Ablauf von 6 Werktagen nach Beginn der Benutzung als erfolgt, wenn
nichts anderes vereinbart ist. Die Benutzung von Teilen einer baulichen Anlage zur Weiterführung
der Arbeiten gilt nicht als Abnahme.

(3) Vorbehalte wegen bekannter Mängel oder wegen Vertragsstrafen hat der Käufer
spätestens zu den in den Absätzen 1 und 2 bezeichneten Zeitpunkten geltend zu machen.

(4) Mit der Abnahme geht die Gefahr auf den Käufer über, soweit er sie nicht schon nach § 3
trägt.

§ 15 Geheimhaltung

(1) Die Parteien werden vertrauliche Informationen, insbesondere zugänglich gemachte
Muster, Kostenvoranschläge, Zeichnungen, Unterlagen, Geschäftsabsichten, Personendaten,
Problemstellungen, Daten und/oder Problemlösungen und sonstiges Know-How, gleich welchen
Inhalts, sowie visuell durch Besichtigung von Anlagen/Einrichtungen erlangte Informationen
(nachstehend insgesamt: „Informationen“ genannt) über die sie im Rahmen der geschäftlichen
Beziehung von der anderen Partei Kenntnis erhalten, während der Dauer und nach Beendigung
des Vertragsverhältnisses vertraulich behandeln, insbesondere nicht an Dritte weitergeben oder
unbefugt für eigene Geschäftszwecke verwerten. Die Parteien werden diese Verpflichtung auch
ihren Mitarbeitern und Erfüllungsgehilfen auferlegen.

(2) Die Geheimhaltungspflicht gilt nicht für Informationen, die

· zum Zeitpunkt ihrer Offenlegung der anderen Partei bereits außerhalb des
  Vertragsverhältnisses vorbekannt sind,
· selbst entwickelt oder rechtmäßig von Dritten erworben worden sind,
· allgemein bekannt oder Stand der Technik sind oder
· vom Vertragspartner, von dem sie stammen, freigegeben worden sind.

(3) Nach Beendigung des Vertragsverhältnisses haben die Parteien alle
geheimhaltungsbedürftigen Informationen der jeweils anderen Partei, sei es in verkörperter
oder digitaler Form, unaufgefordert zurückzugeben oder auf Wunsch der Partei, von der sie
stammen, zu vernichten oder − soweit technisch mit zumutbarem Aufwand möglich −
unwiderruflich zu löschen.
Die Parteien halten die Regeln des Datenschutzes ein, insbesondere, wenn ihnen Zugang zum
Betrieb oder zu informationstechnischen Einrichtungen der anderen Partei gewährt wird. Sie
stellen durch geeignete Maßnahmen sicher, dass auch ihre Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen
diese Bestimmungen einhalten.

§ 16 Sonderanfertigungen

(1) Bei Sonderanfertigungen im Auftrag des Käufers ist dieser nur bei Vorliegen eines in
unserem Verantwortungsbereich liegenden wichtigen Grundes zur Kündigung berechtigt.

(2) Im Falle der Nichtabnahme von nach Spezifikationen des Käufers angefertigten Waren
sind wir berechtigt, die Gegenstände nach erfolglosem Ablauf einer dem Käufer in Textform
gesetzten angemessenen Abholungsfrist auf dessen Kosten zu entsorgen.

§ 17 Rechtswahl und Gerichtsstand

(1) Für diese VLB und die Vertragsbeziehung zwischen uns und dem Käufer gilt das Recht der
Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Käufer Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuchs, juristische Person des
öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle sich
aus dem Vertragsverhältnis unmittelbar oder mittelbar ergebenden Streitigkeiten unser
Geschäftssitz. Wir sind jedoch in allen Fällen auch berechtigt, Klage am Erfüllungsort der
Lieferverpflichtung gemäß diesen VLB bzw. einer vorrangigen Individualabrede oder am
allgemeinen Gerichtsstand des Käufers zu erheben.

(3) Hat der Käufer seinen Geschäftssitz außerhalb der Europäischen Union sollen alle
Streitigkeiten unter Ausschluss des ordentlichen Rechtsweges durch ein Schiedsgericht
abschließend entschieden werden. Das Schiedsgericht wird eingerichtet nach der
Schiedsgerichtsordnung der Deutschen Institution für Schiedsgerichtsbarkeit e.V. (DIS) in der
jeweils gültigen Fassung. Ort des Schiedsgerichts ist Frankfurt am Main. Verhandlungssprache ist
Englisch.

II. Lizenzbedingungen zur Überlassung von Standardsoftware

§1 Anwendungsbereich der Softwarelizenz, Dokumentation

(1) Die nachfolgenden Lizenzbedingungen finden Anwendung auf die Überlassung von Standard-
Software, die wir dem Käufer isoliert oder im Zusammenhang mit der Lieferung von zugehöriger
Hardware liefern (im Folgenden „Software"). Sie finden keine Anwendung auf die Lieferung von
Hardware.

(2) Firmware ist keine „Software“ im Sinne dieser Lizenz

(3) Diese Softwarelizenz gilt ergänzend zu den ggf. weiteren zwischen den Parteien getroffenen
Vereinbarungen

(4) Software-Service-Leistungen sind nicht Inhalt dieser Softwarelizenz. Die Erbringung solcher
Leistungen bedarf einer gesonderten Vereinbarung.

(5) Unsere Lieferpflichten umfassen keine Lieferung einer Dokumentation, es sei denn dies wurde
ausdrücklich in Textform vereinbart. Im Falle einer solchen Vereinbarung umfasst der Begriff
„Software" im Folgenden auch die Dokumentation.

§2 Nutzungsrechte

(1) Wir räumen den Käufer das zeitlich unbefristete, einfache (nicht ausschließliche) Recht ein, die
Software zum Eigengebrauch zu nutzen. Wird die Software zur Nutzung mit einer bestimmten
Hardware erworben, gilt das Folgende: Der Käufer darf die Software nur mit der in den Vertragsunterlagen
(z. B. Software-Produktschein) genannten Hardware nutzen. Ist keine Hardware
aufgeführt, ist die Nutzung auf die mit der Software gelieferten zugehörigen Hardware
beschränkt. Die Nutzung der Software mit anderer Hardware ist nur aufgrund einer gesonderten
Vereinbarung und gegen angemessene Zusatzvergütung zulässig. Zulässig ist die vorübergehende
Nutzung auf anderer Hardware (Ersatzgerät), soweit dies aufgrund eines Fehlers an der
zugelassenen Hardware bis zu dessen Beseitigung erforderlich ist.

(2) Ist die Nutzung auf mehreren Geräten vereinbart, so gilt die Nutzungsberechtigung
grundsätzlich alternativ, d.h. der Käufer darf die Software zeitgleich nur auf jeweils einem dieser
Geräte nutzen (Einfachlizenz). Bestehen bei einem Gerät mehrere Arbeitsplätze, an denen die
Software selbstständig genutzt werden kann, so erstreckt sich die Einfachlizenz nur auf einen
Arbeitsplatz. Ist eine Mehrfachlizenz vereinbart, gelten die Regelungen in Ziffer 3 (l).

(3) Die Überlassung der Software erfolgt ausschließlich in maschinenlesbarer Form (object code).
Es besteht kein Anspruch auf Übergabe des Quellcodes.

(4) Der Käufer darf die Software nur zum vertraglich vorgesehen Zweck und zum Eigenbedarf
nutzen. Die gewerbliche Vermietung ist untersagt.

(5) Vervielfältigungen der Software sind nur insoweit zulässig, als dies für den vertragsgemäßen
Gebrauch notwendig ist. Der Käufer darf Sicherungskopien nach den Regeln der Technik im
notwendigen Umfang anfertigen. Sicherungskopien auf beweglichen Datenträgern sind als solche
zu kennzeichnen und mit dem Urheberrechtsvermerk des Originaldatenträgers zu versehen.

(6) Der Käufer ist zu Änderungen, Erweiterungen und sonstigen Umarbeitungen der Software im
Sinne des § 69 c) Nr. 1 UrhG nur insoweit befugt, als das Gesetz solche unabdingbar erlaubt oder
die vertraglich vereinbarte Nutzung der Software dies ausdrücklich vorsieht.

(7) Der Käufer ist zur Dekompilierung der Software nur in den Grenzen des § 69 e) UrhG berechtigt
und erst, wenn wir nach schriftlicher Aufforderung mit angemessener Frist nicht die notwendigen
Daten und/oder Informationen zur Verfügung gestellt haben, um Interoperabilität mit anderer
Hard- und Software herzustellen.

(8) Überlassen wir dem Käufer im Rahmen von Nachbesserung oder Pflege (letzteres nur auf Basis
einer gesonderten Vereinbarung) Ergänzungen (z. B. Patches) oder eine Neuauflage des
Vertragsgegenstandes (z. B. Update, Upgrade), die früher überlassene Vertragsgegenstände
(„Altsoftware“) ersetzen, unterliegen diese den Bestimmungen dieser Vereinbarung. Stellen wir
eine Neuauflage des Vertragsgegenstandes zur Verfügung, so erlöschen in Bezug auf die
Altsoftware die Befugnisse des Käufers nach diesem Vertrag auch ohne unser ausdrückliches
Rückgabeverlangen, sobald der Käufer die neue Software produktiv nutzt.

(9) Eine Vervielfältigung oder Umarbeitung der Anwendungsdokumentation ist – vorbehaltlich
des Vorgenannten – nicht gestattet

(10) Wir räumen dem Käufer das - bei Vorliegen eines wichtigen Grundes widerrufliche - Recht ein,
das eingeräumte Nutzungsrecht auf Dritte weiter zu übertragen. Der Käufer, dem die Software
nicht zu Zwecken der gewerblichen Weiterveräußerung überlassen wird, darf das Nutzungsrecht
an der Software jedoch nur zusammen mit dem Gerät, das er zusammen mit der Software von uns
erworben hat, an Dritte weitergeben. Im Falle einer Übertragung des Nutzungsrechts an Dritte
hat der Käufer sicherzustellen, dass dem Dritten keine weitergehenden Nutzungsrechte an der
Software eingeräumt werden als dem Käufer zustehen und dem Dritten mindestens die bezüglich
der Software bestehenden Verpflichtungen aus diesem Vertrag auferlegt werden. Hierbei darf der
Käufer keine Kopien der Software zurückbehalten. Der Käufer ist zur Einräumung von
Unterlizenzen nicht berechtigt. Überlässt der Käufer die Software einem Dritten, so ist der Käufer
für die Beachtung etwaiger Ausfuhrerfordernisse verantwortlich und hat uns insoweit von allen
Verpflichtungen freizustellen.

(11) Bei durch uns vertriebener Software von Drittherstellern gelten die Nutzungsbedingungen der
Dritthersteller vorrangig. Wir werden dem Käufer diese Bedingungen gerne auf Wunsch zur
Verfügung stellen bzw. ihm Zugang zu ihnen verschaffen.

(12) Die Nutzung der Software an mehreren Geräten oder zeitgleich an mehreren Arbeitsplätzen
sowie die Nutzung der Software in Netzwerken bedarf einer gesonderten Vereinbarung in
Textform. Im Falle einer solchen Vereinbarung (im Folgenden einheitlich „Mehrfachlizenz"
genannt) gelten zusätzlich und vorrangig folgende Regelungen: i) Mehrfachlizenzen dürfen vom
Käufer nur dann auf Dritte übertragen werden, wenn sie insgesamt und mit allen Geräten, auf
denen die Software eingesetzt werden darf, übertragen werden und ii) Der Käufer wird die ihm
von uns zusammen mit der Mehrfachlizenz übermittelten Hinweise zur Vervielfältigung beachten.
Der Käufer hat Aufzeichnungen über den Verbleib aller Vervielfältigungen zu führen und uns auf
Verlangen jederzeit vorzulegen.

§3 Weitere Mitwirkungspflichten des Käufers, Haftung

(1) Der Käufer trifft angemessene Vorkehrungen für den Fall, dass von uns gelieferte Software
ganz oder teilweise nicht ordnungsgemäß arbeitet. Er wird seine Systemumgebung gründlich auf
Kompatibilität mit den Systemvoraussetzungen der Software überprüfen, bevor er diese operativ
einsetzt. Weiterhin wird er seine Daten entsprechend dem Stand der Technik und der Sensibilität
der Daten sichern, mindestens jedoch einmal täglich. Er stellt sicher, dass die aktuellen Daten aus
in maschinenlesbarer Form bereitgehaltenen Datenbeständen mit vertretbarem Aufwand
reproduzierbar sind. Der Käufer trifft angemessene Maßnahmen, um die Software vor dem
unbefugten Zugriff durch Dritte zu schützen. Der Käufer ist verpflichtet, unmittelbar vor und nach
der Installation Performancetests durchzuführen und uns die Ergebnisse mitzuteilen.

(2) Der Käufer ist verpflichtet, unsere Lieferungen unverzüglich zu untersuchen und Mängel
schriftlich unter genauer Beschreibung der aufgetretenen Fehler zu rügen (§ 377 HGB). Soweit
vorhanden und zumutbar hat er automatisch erzeugte Diagnosedaten ebenfalls zu übermitteln.

(3) Voraussetzung für Nacherfüllung wegen Mängeln ist die Reproduzierbarkeit oder
Feststellbarkeit der Mängel. Die Mängelrüge muss Informationen über die Art des Fehlers, bei
Software das Modul, in dem der Fehler aufgetreten ist, sowie die Arbeiten, die bei Auftreten des
Fehlers durchgeführt wurden, enthalten.

§4 Sach- und Rechtsmängel

(1) Wir verschaffen dem Käufer Lieferungen und Leistungen frei von Sach- und Rechtsmängeln.
Fehler, die nur zu einer unerheblichen Minderung der Nutzbarkeit der Lieferung oder Leistung
führen, bleiben außer Betracht. Bei Softwarelieferungen sind insbesondere keine Mängel solche
Funktionsbeeinträchtigungen, die aus der vom Käufer zur Verfügung gestellten Hardware- und
Softwareumgebung, Fehlbedienung, externen schadhaften Daten, Störungen von Rechnernetzen
oder sonstigen aus dem Risikobereich des Käufers stammenden Gründen resultieren.

(2) Für Software, die vom Käufer geändert worden ist, haben wir nicht einzustehen, es sei denn,
der Käufer weist nach, dass die Änderung für den gemeldeten Mangel nicht ursächlich ist.

(3) Soweit unsere Lieferungen und Leistungen mangelhaft sind und dies vom Käufer rechtzeitig in
Textform gemäß § 377 HGB beanstandet wurde, werden wir nach unserer Wahl nachliefern oder
nachbessern (Nacherfüllung). Hierzu ist uns Gelegenheit innerhalb angemessener Frist von
mindestens acht Tagen zu gewähren. Bei Software kann die Nacherfüllung insbesondere durch
Überlassung einer neuen Programmversion oder dadurch erfolgen, dass wir zumutbare
Möglichkeiten aufzeigen, die Auswirkungen des Mangels zu vermeiden (Umgehungslösung). Eine
neue Programmversion muss vom Käufer auch dann übernommen werden, wenn dies für ihn zu
einem hinnehmbaren Anpassungsaufwand führt.

(4) Die Nacherfüllung bei Rechtsmängeln erfolgt, indem wir dem Käufer eine rechtlich
einwandfreie Nutzungsmöglichkeit an der Software verschafft. Wir können hierbei die betroffene
Software gegen eine gleichwertige, den vertraglichen Bestimmungen entsprechende Software
austauschen, wenn dies für den Käufer zumutbar ist.

(5) Falls Dritte Schutzrechte gegen den Käufer geltend machen, unterrichtet er uns unverzüglich
in Textform. Wir werden nach unserer Wahl und in Absprache mit dem Käufer die Ansprüche
abwehren oder befriedigen. Wir wehren die Ansprüche Dritter auf eigene Kosten ab und stellen
den Käufer von allen mit der Anspruchsabwehr verbundenen notwendigen Kosten und Schäden
frei, soweit diese nicht auf einem pflichtwidrigen Verhalten des Käufers beruhen. Pflichtwidrig ist
es in diesem Zusammenhang insbesondere auch, wenn der Käufer Ansprüche Dritter ohne unsere
vorherige schriftliche Zustimmung anerkennt.

(6) Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der Käufer die Vergütung mindern oder vom Vertrag
zurücktreten. Der Rücktritt ist allerdings nur zulässig, wenn der Käufer uns dies zuvor ausdrücklich
in Textform mit einer angemessenen weiteren Nachfrist androht.

§5 Schadensersatz und Verjährung

(1) Es gelten die Regelungen in Abschnitt I §§ 9 und 10 entsprechend.

 

Stand Juli 2018